Wirtschaft
Bernard Madoff wurde 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt.
Bernard Madoff wurde 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt.(Foto: dpa)
Freitag, 10. November 2017

770 Millionen Dollar ausgezahlt: Fonds entschädigt weitere Madoff-Opfer

Mit einem Schneeballsystem und phantastischen Renditeversprechen prellt Investor Bernard Madoff Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar, bevor er 2009 festgenommen wird. Jetzt werden weitere seiner Opfer entschädigt - doch deren Verluste sind weitaus höher.

Neun Jahre nach der Festnahme des US-Finanzbetrügers Bernard Madoff sind weitere Opfer seines Schneeballsystems entschädigt worden. Der vom US-Justizministerium verwaltete Madoff-Opfer-Fonds zahlte 772,5 Millionen Dollar (665 Millionen Euro) an 24.631 Geschädigte in aller Welt aus, teilte das Ministerium mit. Insgesamt verfügt der Fonds über vier Milliarden Dollar - Entschädigung haben 65.000 Opfer aus 136 Ländern gefordert. Ihre Verluste belaufen sich nach Angaben des Fonds auf mehr als 40 Milliarden Dollar.

Der einstige Starinvestor Madoff war im Dezember 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg mit Hilfe eines ausgeklügelten Schneeballsystems und phantastischen Renditeversprechen Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar geprellt hatte. Im Jahr 2009 wurde er zu 150 Jahren Haft verurteilt; seither sitzt er im Gefängnis. Im Prozess gestand Madoff, die ihm anvertrauten Summen niemals angelegt zu haben. Zu seinen Opfern zählten Banken, Privatleute und Wohltätigkeitsorganisationen.

Insolvenzverwalter Irving Picard hatte mehrere Milliarden Dollar aus Madoffs Vermögen und von Investoren sicherstellen können, die von dem Milliardenbetrug profitiert hatten. Mit einem Teil dieses Geldes waren bereits 2011 erste Opfer entschädigt worden.

Quelle: n-tv.de

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