Wirtschaft
Foxconn-Fabrik in der südchinesischen Metropole Shenzhen. Foto: Ym Yik/Archiv
Foxconn-Fabrik in der südchinesischen Metropole Shenzhen. Foto: Ym Yik/Archiv(Foto: dpa)

Bringt Sparte 1,5 Milliarden?: Foxconn will Tochter versilbern

Der Apple-Zulieferer Foxconn aus Taiwan will expandieren. Das Geld dafür soll aus einem Börsengang einer Tochter kommen, wie Insider berichten. Zuletzt beschert der Boom bei den iPhones dem Konzern kräftigen Aufwind.

Der Apple-Lieferant Foxconn - der offiziell als Hon Hai Precision Industry Co firmiert - will Insidern zufolge eine seiner Sparten für mindestens 1,5 Milliarden Dollar an die Börse bringen. Das Marktdebüt der auf die Produktion von elektronischen Steckern und Kabeln spezialisierten Tochter Foxconn Interconnect Technology (FIT) sei für das zweite Quartal 2016 in Hongkong geplant, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Thomson-Reuters-Tochter IFR. Foxconn selbst ist bereits seit 1991 an der taiwanesischen Börse notiert und wird auch in Hongkong und London gehandelt.

Ziel sei es, die Einnahmen für die Expansion in Übersee und die Entwicklung neuer Technologien zu nutzen. Foxconn war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Das Unternehmen ist der weltgrößte Auftragsfertiger und beliefert neben Apple unter anderem Blackberry, Amazon und den chinesischen Handyanbieter Xiaomi.

Apple ist immer noch wichtigster Kunde

Foxconn hatte zuletzt deutlich von der Zusammenarbeit mit Apple profitiert: Im dritten Quartal hatte das Unternehmen dank der neuen iPhone-Modelle deutlich mehr verdient als erwartet. Foxconn montiert viele der beliebtesten Geräte der Welt, größtenteils in Werken in China. Aber die Geschicke des Unternehmens hängen noch immer eng mit jenen von Apple zusammen, denn mit dem US-Konzern erzielt Foxconn laut Analysten fast die Hälfte seiner Einnahmen.

In der Vergangenheit hatte Foxconn auch für negative Schlagzeilen gesorgt: 14 Menschen hatten sich 2010 das Leben genommen, weil sie Angaben zufolge den Druck in der chinesischen Fabrik nicht mehr ertragen haben. Danach hatte Apple Veränderungen versprochen. Aber auch später sorgten die schlechten Arbeitsbedingungen in den Werken immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt betreibt Foxconn jedoch zusammen mit Apple Imagepflege - so soll etwa die Installation von hunderten Megawatt Solarenergie in China die iPhone-Produktion vollständig mit grünem Strom ermöglichen, wie Apple mitteilte.

Quelle: n-tv.de

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