Wirtschaft

Mini-Wachstum im dritten Quartal: Frankreich entgeht Rezession

Haarscharf rauscht Frankreich an einer Rezession vorbei. Ein zwischen Juli und September um 0,1 Prozent gestiegenes Bruttoinlandsprodukt ist dafür verantwortlich. Für 2013 wird die französische Wirtschaft nur geringfügig wachsen. Die Arbeitslosenquote ist mit mehr als zehn Prozent allerdings hoch.

Blick auf den Pariser Finanzdistrikt La Defense.
Blick auf den Pariser Finanzdistrikt La Defense.(Foto: REUTERS)

Die französische Wirtschaft ist im dritten Quartal mit einem kleinen Wachstum haarscharf an einer Rezession vorbeigeschrammt. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Das Statistikamt Insee korrigierte damit das bisherige Ergebnis von 0,2 Prozent nach unten.

Steigende Exporte und Investitionen glichen den Rückgang der privaten Konsumausgaben mehr als aus. Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent geschrumpft. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von Rezession gesprochen.

Hohe Arbeitslosenquote

Die EU-Kommission traut der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr lediglich ein Wachstum von 0,2 Prozent zu, das 2013 mit 0,4 Prozent nur einen Tick stärker ausfallen soll. Grund dafür ist der maue Konsum: Er dürfte sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr angesichts der hohen Arbeitslosigkeit stagnieren. Mit 10,3 Prozent ist die nach einheitlichen internationalen Standards berechnete Arbeitslosenquote derzeit fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Im November legten die privaten Konsumausgaben in Frankreich überraschend um 0,2 Prozent zu. Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet, nachdem es im Oktober noch einen Rückgang von 0,2 Prozent gab. Die Franzosen gaben für Möbel und Energie mehr Geld aus, für Lebensmittel dagegen weniger.

Frankreich ist der mit Abstand wichtigste Exportkunde Deutschlands. Fast jeder zehnte Euro wird im Nachbarland umgesetzt.

Quelle: n-tv.de

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