Wirtschaft
Frankreichs Wirtschaft blikt auf ein schwieriges Jahr. Wachstum ist aber vorgesehen.
Frankreichs Wirtschaft blikt auf ein schwieriges Jahr. Wachstum ist aber vorgesehen.(Foto: picture alliance / dpa)

2013 wird nicht einfach: Frankreich kappt BIP-Prognose

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone steckt in der Bredouille. Das Wachstum fehlt. Im Schlussquartal 2012 schrumpft das BIP und nun kündigt die Regierung an, ihre Wachstumsziele für das laufende Jahr noch einmal "zu überdenken".

Mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in diesem Jahr rechnet die französische Regierung. "In den kommenden Wochen werden wir unsere Wachstumsprognose wahrscheinlich überdenken", sagte Finanzminister Pierre Moscovici dem Radiosender RTL. Er erwarte aber dennoch weiterhin, dass das Bruttoinlandsprodukt zulegen wird.

Bislang ging die Regierung von einem Plus von 0,8 Prozent für 2013 aus. Im Schlussquartal vergangenen Jahres war die Wirtschaftsleistung allerdings um 0,3 Prozent gesunken. Obwohl die Konjunktur nur halb so stark einbrach wie in Deutschland, sind die Aussichten düsterer. Experten erwarten, dass sich die Talfahrt anders als hierzulande zu Jahresbeginn fortsetzt. Die Regierung in Paris hat eingeräumt, dass sie wegen der Wachstumsschwäche ihr Defizitziel wohl verfehlen wird.

Die Staatsausgaben in Frankreich gehören mit 57 Prozent der Wirtschaftsleistung zu den höchsten in den Industrieländern. Das Verarbeitende Gewerbe ist zugleich auf dem absteigenden Ast, weil die Wettbewerbsfähigkeit des Landes sinkt. Die Verbraucher halten die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone hingegen trotz steigender Arbeitslosenzahlen weiter am Laufen: Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen zum Jahresende um 0,2 Prozent, während Investitionen in die Güterwirtschaft um 1,2 Prozent und Exporte um 0,6 Prozent sanken.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen