Wirtschaft

Neue Landebahn, mehr PassagiereFraport dreht in Frankfurt auf

25.03.2010, 10:31 Uhr

An den deutschen Flughäfen wächst die Zuversicht: Nach dem Krisenknick des vergangenen Jahres rechnet der Flughafenbetreiber Fraport 2010 wieder mit deutlich mehr Passagieren. Eine zusätzliche Landebahn soll die Stellung Frankfurts als Luftdrehkreuz festigen.

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Wichtigstes Luftdrehkreuz Deutschlands: Flughafen Frankfurt am Main. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Flughafenbetreiber Fraport strotzt nach dem Dämpfer durch die Wirtschaftskrise wieder vor Optimismus. "Wir werden in den kommenden Jahren erheblich wachsen", erklärte Firmenchef Stefan Schulte. Umsatz und Betriebsergebnis (Ebitda) sollten sowohl 2010 als auch 2011 zulegen, hieß es im Geschäftsbericht.

Im laufenden Jahr erwartet Fraport angesichts steigender Passagierzahlen ein Ebitda von mindestens 600 Mio. Euro - das wären rund neun Prozent mehr als 2009. Das Nettoergebnis werde wegen höherer Abschreibungen aber sowohl 2010 als auch 2011 unter dem Niveau von 2009 liegen. Die Dividende soll in den kommenden Jahren dennoch stabil bei 1,15 Euro je Aktie bleiben.

Die Zahl der Passagiere soll im laufenden Jahr am Heimatflughafen in Frankfurt um ein bis zwei Prozent zunehmen. Im Frachtverkehr erwartet das Unternehmen ein noch höheres Plus.

Profitieren will der Flughafenbetreiber nicht nur vom Aufschwung im Luftverkehr: Die Fluggesellschaften will Fraport mit höheren Start- und Landegebühren in Frankfurt zur Kasse bitten. Zudem soll mit dem Winterflugplan 2011 die neue Landebahn in Frankfurt in Betrieb gehen, was einen neuerlichen Passagierschub bringen dürfte.

Quelle: rts