Wirtschaft

Weitere Zukäufe möglichFresenius strotzt vor Kraft

06.05.2012, 13:42 Uhr
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Fresenius-Zentrale in Bad Homburg. (Foto: picture alliance / dpa)

Fresenius hat ein ordentliches Jahresergebnis für 2011 vorgelegt. Die Hessen fühlen sich auch für das laufende Geschäftsjahr gut gerüstet. Laut Konzernchef Schneider könnte es zu weiteren Zukäufen kommen. Momentan will Fresenius Rhön-Klinikum erwerben.

Der sieht sich auch nach

der angekündigten Milliarden-Offerte für den fränkischen Konkurrenten Rhön-Klinikum

finanziell stark genug für weitere Zukäufe. "Wenn Gelegenheiten kommen, dann

möchten wir flexibel sein. Das haben wir auch dieses Mal in unserem Finanzierungskonzept

berücksichtigt", sagte Vorstandschef Ulf Schneider der "Euro am Sonntag".

Das Dax-Unternehmen geht allerdings davon aus, dass die Profitabilität des Gesamtkonzerns

nach dem Deal zurückgeht.

"Rein rechnerisch ist es so, dass durch die Verstärkung

des Krankenhausgeschäfts die durchschnittliche Ebit-Marge des Konzerns sinkt",

sagte Schneider. Er betonte zugleich die gute Kapitalrendite und das vergleichsweise

niedrige Risiko des Krankenhausgeschäfts. Fresenius will mindestens 90 Prozent der

Rhön-Aktien übernehmen.

"Wenn es nicht zu den 90 Prozent reicht, dann wird

das Angebot hinfällig", sagte Schneider. Nach Angaben aus Kreisen schnüren

die Hessen ein Paket von 5 Milliarden Euro. Im Zusammenschluss mit der Fresenius-Kliniktochter

Helios entstünde der mit Abstand größte private Klinikkonzern Deutschlands.

Nach jüngst veröffentlichten Zahlen rechnet Fresenius

damit, dass das Konzernergebnis in diesem Jahr um 12 bis 15 Prozent steigen und

der Umsatz um 10 bis 13 Prozent über dem Wert aus 2011 liegen wird. Für das erste

Quartal bestätigte Fresenius einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro (plus 13 Prozent)

und ein Konzernergebnis von 200 Millionen Euro (plus 18 Prozent).

Quelle: ntv.de, dpa