Wirtschaft
Airberlin arbeitet an einer Neuausrichtung.
Airberlin arbeitet an einer Neuausrichtung.(Foto: imago/Ralph Peters)

Neue Sparrunde bei Airberlin: Führungsriege bekommt weniger Geld

Die krisengeplagte Fluggesellschaft Air Berlin kann Piloten und Managern Gehaltseinbußen abringen. Die Führungskräfte bekommen fünf bis zehn Prozent weniger Geld. Auch die Piloten müssen ihren Beitrag leisten. Zudem wird weniger geputzt.

Bei der angeschlagenen Fluggesellschaft Airberlin wird weiter gespart. Unter anderem sollen der Vorstandsvorsitzende Stefan Pichler und rund 80 weitere Führungskräfte in diesem Jahr auf fünf bis zehn Prozent ihres bisherigen Einkommens verzichten, wie der "Spiegel" berichtete. Ein Airberlin-Sprecher bestätigte den Bericht, ohne Details zu nennen.

Laut "Spiegel" ist auch vorgesehen, dass Überstunden künftig vorab angemeldet und vom Vorstand bewilligt werden müssen. Sie sollten dann möglichst mit Freizeit abgegolten werden. Die Piloten verzichten demnach für das laufende Jahr auf eine eigentlich schon ausgehandelte Gehaltserhöhung von vier Prozent. Außerdem werde der Hauptsitz des Unternehmens in Berlin seltener geputzt.

Der Airberlin-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, inwieweit die Sparpläne schon endgültig beschlossen oder in der Umsetzung sind. Auch zur Summe, die so gespart werden soll, äußerte er sich nicht.

Airberlin steckt bereits seit längerem in der Krise und arbeitet an einer Neuausrichtung. Unter anderem will sich die Fluggesellschaft auf lukrative Strecken und Drehkreuze konzentrieren. Zugleich sollen die Kosten sinken und die Umsätze wachsen. Im Zuge des Umbaus sollen auch Arbeitsplätze gestrichen werden.

Im dritten Quartal 2015 hatte das Unternehmen nach einem deutlichen Minus im Vorquartal wieder schwarze Zahlen geschrieben und einen Gewinn von 56,2 Millionen Euro verzeichnet. Der Umsatz lag bei 1,3 Milliarden Euro. Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2015 will die Fluggesellschaft im April veröffentlichen.

Quelle: n-tv.de

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