Wirtschaft
Inzwischen steht fast jede dritte Rossmann-Filiale in Polen.
Inzwischen steht fast jede dritte Rossmann-Filiale in Polen.(Foto: picture alliance / dpa)

Offensive der Discounter : Für Rossmann wird der Gegenwind rauher

Die Drogeriekette Rossmann kann einmal mehr einen Rekordumsatz vermelden. Das Zugpferd ist inzwischen der polnische Markt. Doch nach der Pleite des einstigen Konkurrenten Schlecker hat sich ein neuer Gegner formiert und bremst das Wachstum.

Nach 16 Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten hat die Drogeriemarktkette Rossmann vergangenes Jahr wie erwartet Tempo eingebüßt. Dennoch markiert der Rekordumsatz von 7,2 Milliarden Euro noch immer eine klare Verbesserung von 8,7 Prozent zum Vorjahr, wie das Unternehmen in Burgwedel bei Hannover mitteilte. Damit traf das Unternehmen seine Prognosen vom Sommer. Zum Gewinn machte die als GmbH firmierende Gruppe keine Angaben. Ein Sprecher sagte lediglich, man sei zufrieden.

2012 hatte die hinter dm hierzulande zweitgrößte Drogeriemarktkette vor Steuern 222 Millionen Euro Gewinn gemacht und das 2013 laut eigenen Angaben noch gesteigert. Bilanzdetails will Rossmann im April bekanntgeben. Zum Jahreswechsel zählte Rossmann 43.700 Mitarbeiter - 3700 oder fast zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Wie es weiter hieß, ist Polen der stärkste Wachstumstreiber. Dort zählt Rossmann knapp 1000 Filialen und ist nach eigenen Angaben Marktführer. Insgesamt gehören nunmehr 3253 Läden in sechs europäischen Ländern zu der 1972 in Hannover gegründeten Kette - das sind gut acht Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmenschef Dirk Roßmann hatte zuletzt berichtet, dass nach der Pleite des einstigen Branchenführers Schlecker Discountermärkte wie Netto und Aldi vermehrt für Konkurrenz sorgen. Das sei der Hauptgrund dafür, dass der Preiskampf erstarke und die Margen unter Druck seien. Auch 2015 setzt Rossmann auf Expansion, will 170 Millionen Euro investieren und 340 Filialen neu eröffnen, 155 davon in Deutschland.

Quelle: n-tv.de

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