Wirtschaft
Der Energiekonzern prüft Übernahmen - oder doch nicht.
Der Energiekonzern prüft Übernahmen - oder doch nicht.(Foto: REUTERS)

Wachstum aus eigener Kraft: GDF dementiert Kauflust

Der französische Versorger GDF Suez will nicht durch Zukäufe wachsen. Entsprechende Berichte weist der Konzern zurück. Insider hatten zuvor von einer prall gefüllten Kriegskasse und einem gescheiterten Vorhaben berichtet.

Der französische Versorger GDF Suez hat Medienberichte über Vorbereitungen für eine milliardenschwere Übernahme zurückgewiesen. "Wir haben keine Pläne für einen großen Zukauf", sagte Konzernchef Gerard Mestrallet. Er dementiere ausdrücklich, dass GDF ein Angebot für ein bestimmtes Unternehmen abgegeben habe, wie es in der Presse berichtet worden sei. Aus Branchen- und Bankenkreisen war zuvor verlautet, dass das Management zwischen zehn und 20 Milliarden Dollar auf den Tisch legen wolle, um sein Geschäft außerhalb Europas zu stärken.

Den Insidern zufolge war ein erster Anlauf bei dem kanadischen Konzern Talisman Energy jedoch Ende vergangenen Jahres gescheitert. Demnach hätten sich GDF das Unternehmen insgesamt rund 17 Milliarden Dollar kosten lassen, um die Gasproduktion sowie das Geschäft in den Boom-Märkten Südamerikas und Asiens auszubauen. GDF habe aber auch andere Firmen im Visier wie etwa AES aus den USA. Das Unternehmen sei wegen seines Engagements in Kolumbien interessant, wo die Franzosen bisher nicht vertreten sind.

Mestrallet sagte dagegen, GDF setze vor allem auf eigenes Wachstum. Zugleich betonte er, der Konzern habe keine Pläne, die Dienstleistungssparte Cofely an die Börse zu bringen. Einige Experten zweifeln ohnehin daran, dass GDF tatsächlich an einem Zukauf in dieser Größenordnung interessiert sein könnte. Denn schon jetzt stehe GDF unter dem Druck der Ratingagenturen, seinen Schuldenberg von zuletzt fast 30 Milliarden Euro abzutragen.

Quelle: n-tv.de

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