Wirtschaft
GE-Chef Jeff Immelt
GE-Chef Jeff Immelt(Foto: REUTERS)

Milliardendeal bahnt sich an: GE hat Lufkin an der Angel

General Electric wird nach Lage der Dinge viel Geld in die Hand nehmen und Lufkin Industries erwerben. Der US-Mischkonzern will so sein Ölfeld-Ausrüstungsgeschäft forcieren.

Der US-Mischkonzern General Electric (GE) steht vor einem milliardenschweren Zukauf zur Stärkung seines Ölfeld-Ausrüstungs-Geschäfts. Derzeit werde die Übernahme des Unternehmens Lufkin Industries vorbereitet, das an der Börse auf eine Marktkapitalisierung von 2,2 Milliarden US-Dollar kommt, hieß es aus Unternehmenskreisen. GE hatte das Geschäft mit der Ausrüstung von Öl- und Gasförderfirmen schon in der Vergangenheit immer wieder mit Übernahmen ausgebaut.

Über die Höhe des möglichen Kaufpreises für Lufkin wurde zunächst nichts bekannt. Ein Übernahmeangebot müsste jedoch deutlich über der aktuellen Marktkapitalisierung liegen, um erfolgreich zu sein. Wie schnell mit einer möglichen Offerte zu rechnen ist, blieb ebenfalls noch unklar.

Die Ölfeldausrüstung ist einer der Schwerpunkte, die sich GE-Chef Jeff Immelt vorgenommen hat. Im Gegenzug für den Abbau der Aktivitäten in den Bereichen Chemie, Versicherung und Medien soll das Zuliefergeschäft für die Energieproduzenten ausgebaut werden. Im vergangenen Jahr hat GE 15,2 Milliarden Dollar in diesem Bereich umgesetzt, mehr als zehn Prozent trugen diese Aktivitäten damit zum Konzernumsatz bei.

Lufkin wächst ordentlich

Lufkin ist ein mehr als 100 Jahre altes Unternehmen, das sich auf Technologie zur Ausbeutung von Ölfeldern spezialisiert hat, denen mangels Druck nur noch mit zusätzlichem technischen Aufwand Öl oder Gas abgetrotzt werden kann. Zur Steigerung des Drucks werden spezielle Pumpen eingesetzt, die Lufkin auch selbst wartet. Zuletzt hatte das Unternehmen auch auf die internationale Expansion gesetzt.

Das Geschäft lohnt sich: Lufkin steigerte den Nettogewinn vergangenes Jahr um 24 Prozent auf 82 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um 37 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu.

Quelle: n-tv.de

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