Wirtschaft
Der IT-Dienstleister aus Stuttgart wird ab dem 23. März im TecDax vertreten sein.
Der IT-Dienstleister aus Stuttgart wird ab dem 23. März im TecDax vertreten sein.(Foto: REUTERS)

Kontron muss das Feld räumen: GFT Technologies steigt in den TecDax auf

Neue Gesichter im TecDax: Der IT-Dienstleister GFT Technologies wächst nicht nur weiter, sondern wird nun auch von der Deutschen Börse in den TecDax aufgenommen. Das Stuttgarter Unternehmen profitiere besonders von Entwicklungen im Bankensektor.

GFT Technologies heißt der Neuling im technologielastigen Index TecDax. Ab dem 23. März werde der IT-Dienstleister aus Stuttgart den Kleincomputer-Spezialisten Kontron ersetzen, teilte die Deutsche Börse mit. Bereits Mitte Februar hieß es, dass GFT sowohl bei der Marktkapitalisierung als auch beim Liquiditätskriterium der Börsenumsätze die Aufnahmebedingungen erfülle.

Der Aufstieg von GFT wurde zwar allgemein erwartet, dennoch zog der Kurs mit der Vollzugsmeldung kräftig um gut fünf Prozent an. Am Donnerstagmittag jedoch sank der Wert wieder ins Minus und verlor etwas mehr als ein Prozent.

Der TecDax wird regulär überprüft, so wie MDax oder SDax. Diese beiden Indizes sind gerade erst geändert worden, weil Gagfah wegen der Fusion mit Deutscher Annington den MDax-Platz zu Gunsten von Bertrandt räumen musste. In den SDax sind TLG Immobilien nachgerückt. Die Zusammensetzung der übrigen Indizes bleibe unverändert.

Wichtig sind Änderungen in den Indizes vor allem für all jene Fonds, die den Index exakt nachbilden, da sie die dann entsprechend umschichten und umgewichten müssen, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat.

GFT will 2015 mehr umsetzen und verdienen

Und GFT Technologies selbst legt gleich mit ein paar Positivmeldungen nach: Der TecDax-Aufsteiger will nach einem erfolgreichen Jahr 2014 auch in diesem Jahr deutlich mehr umsetzen und verdienen. Das 1987 in St. Georgen gegründete Unternehmen mit rund 3200 Mitarbeitern weltweit strebt 2015 eine Umsatzsteigerung auf 425 Millionen Euro von 365,3 Millionen im abgelaufenen Jahr an.

Beim Ebitda rechnet GFT in diesem Jahr mit einem Anstieg auf 44 Millionen von 34,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern soll um gut 4 Millionen auf 31 Millionen Euro klettern. Bereits im vergangenen Jahr hatte GFT deutlich mehr verdient - und zwar 69 Prozent auf Ebitda - und 55 Prozent auf Vorsteuer-Basis. Unterm Strich verblieben fast 29 Millionen Euro nach 13,6 Millionen im Vorjahr.

Im vierten Quartal wuchs der Umsatz auf 110,1 Millionen von 78,9 Millionen Euro vor einem Jahr. Das Vorsteuerergebnis legte auf 7,9 Millionen von 6,3 Millionen Euro zu. Aktuelle Wachstumstreiber für das Geschäft des TecDax-Neulings sind nach den Worten von GFT-Chef Ulrich Dietz vor allem die Regulierung und Digitalisierung im Bankensektor.

Quelle: n-tv.de

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