Wirtschaft
Optimismus im GM-Hauptsitz in Detroit.
Optimismus im GM-Hauptsitz in Detroit.(Foto: REUTERS)

Größerer Schluck für Aktionäre: GM erhöht seinen Jahresausblick

Bei General Motors schaut man mit großer Zuversicht auf das gerade erst begonnen Jahr. Der US-Autoriese erhöht seine Ziele und erhöht die Dividende für seine Aktionäre. In Nordamerika und China will man seine starke Stellung verteidigen.

Der US-Autobauer General Motors wird zuversichtlicher und beglückt seine Aktionäre. Der Konzern teilte mit, sein 2015 angekündigtes Aktienrückkaufprogramm um 80 Prozent auf 9 Milliarden Dollar auszuweiten und bis 2017 zu verlängern. Zudem wurde die Dividende erhöht und der Ausblick für das laufende Jahr angehoben. Angesichts der Rekordabsätze auf dem Heimatmarkt und dem moderaten globalen Wachstum erwartet GM derzeit einen kontinuierlichen Gewinnanstieg.

Der US-Marktführer geht jetzt davon aus, im laufenden Jahr einen Gewinn je Aktie von 5,25 bis 5,75 Dollar zu erreichen. Der bisherige Ausblick hatte auf 5,00 bis 5,50 Dollar gelautet. Die Quartalsdividende für 2016 wurde um 6 Prozent auf 0,38 Dollar je Aktie erhöht. 2015 sei das Ziel, in Nordamerika eine bereinigte operative Marge von 10 Prozent zu erzielen, ein Jahr früher als geplant erreicht worden, teilte GM weiter mit. "Wir haben bei der Umsetzung unserer Strategie beträchtliche Fortschritte gemacht und unsere verbesserten Ergebnisse zeigen das", wurde GM-Chefin Mary Barra in einer Mitteilung zitiert.

Am Vortag hatte Konkurrent Ford angekündigt, für das erste Quartal eine Sonderdividende von insgesamt 1 Milliarde Dollar auszuschütten. Zudem teilte Ford mit, dass der Konzern beim Vorsteuergewinn 2015 voraussichtlich das Rekordniveau aus dem Vorjahr erreicht oder übertroffen hat.

Keine großen Anpassungen geplant

GM-Vertreter sagten, dass es die Investitionen des Konzerns in globale Fahrzeugplattformen und spritsparende Technologien ermöglichten, die langfristig für Investitionen vorgesehenen Barmittel zu reduzieren und gleichzeitig in nächster Zeit die Investitionsquote von 5 bis 5,5 Prozent des Umsatzes beizubehalten. "Was wir bekommen, ist mehr Output für weniger Input", sagte GM-President Dan Ammann bei einem Pressegespräch. Mit den aktuellen Investitionen werde GM die Vorgaben zum Benzinverbrauch bis weit in die Zukunft erfüllen.

GM-Finanzchef Chuck Stevens sagte, der Autobauer erwarte einen anhaltend niedrigen Ölpreis, wovon der US-Markt profitieren sollte. Der Konzern plane keine großen Anpassungen bei seiner Produktpalette oder seinen Werken, um die erhöhte Nachfrage nach Pickups und SUVs zu bedienen.

International erwartet der Autobauer 2016 laut Ammann ähnlich wie im Vorjahr ein langsames bis moderates Wachstum. Barra sagte, GM sei immer noch optimistisch für China. Der Markt dort könne noch ein Volumen von 35 Millionen Einheiten erreichen. Dort und in Nordamerika will GM die starken Margen beibehalten, während der Konzern es in Europa 2016 in die schwarzen Zahlen schaffen will.

General Motors kündigte zudem einen neuen Online-Dienst für Gebrauchtwagen an. Kunden sollen sich im Internet mehr als 30.00 Gebrauchtwagen mit einem niedrigen Tachostand und einer Werksgarantie anschauen können. Damit will GM laut Ammann von einem sich ändernden Gebrauchtwagenmarkt profitieren.

Quelle: n-tv.de

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