Zehn Jahre EADSGallois fordert Rückhalt
Zehn Jahre nach der Gründung von EADS mahnt der Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns, Louis Gallois, weiter politische Unterstützung an. Europa müsse auf die Industrie setzen.
Wie Gallois in einer im Intranet des Unternehmens veröffentlichten Mitteilung schreibt, hat die Finanzkrise deutlich gezeigt, dass es ohne Unterstützung nicht gehe. "Solides und langfristiges Wachstum fußt nicht auf Trugbildern von Spekulationen. Die Industrie und damit verbundene Dienstleistungen sind Grundlagen eines stabilen und ausgewogenen Wachstums." Steuer-, Wettbewerbs- und Forschungspolitik müssten daher die europäische Wirtschaft unterstützen.
Die deutsch-französische Vereinbarung zur Schaffung des Konzerns vom 14. Oktober 1999 sei ein einzigartiges Projekt gewesen, schrieb Gallois weiter. Nationale Unternehmen seien der neuen Wettbewerbslage am Weltmarkt nicht mehr gewachsen gewesen. "EADS beweist, welche Erfolge eine europäische Industriepolitik feiern kann, wenn sie große Gemeinschaftsprogramme und wettbewerbsfähige Unternehmen schafft."
EADS habe sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem der Weltmarktführer der Branche gemausert, der auf Augenhöhe mit US- Giganten wie Boeing operiere. "Ich glaube, zehn Jahre nach der Schaffung des Unternehmens können sowohl die Gründungsväter als auch die Europäer stolz auf EADS sein. Die Zutaten dieses Erfolgs sind die Zusammenführung nationaler, einst konkurrierender Ambitionen zu wahrhaft europäischem Format."
EADS war aus der Fusion der Daimler-Tochter Dasa mit der französischen Aerospatiale Matra entstanden. Zuletzt hielt Daimler für die deutsche Seite 22,5 Prozent der Stimmrechte. Die französische Regierung und der französische Medienkonzern Lagardère kommen zusammen ebenfalls auf 22,5 Prozent. 5,49 Prozent liegen bei der spanischen Staatsholding SEPI.