Wirtschaft
Fracking in Pennsylvania: Erdgas befindet sich nicht in Blasen, sondern in Gesteinsporen in Tiefen von bis zu 5.000 Metern oder mehr.
Fracking in Pennsylvania: Erdgas befindet sich nicht in Blasen, sondern in Gesteinsporen in Tiefen von bis zu 5.000 Metern oder mehr.(Foto: picture alliance / dpa)

Umweltministerium stellt klar: Gas-Fracking-Verbot bleibt

Die Bundesregierung untersagt die Bohrung nach Schiefergas nach wie vor und dementiert damit einen anderslautenden Medienbericht. Fracking könne nur erlaubt werden, wenn diese Technik nachweislich keine Gefahr für Grundwasser und Umwelt darstelle, heißt es.

Das Bundesumweltministerium hat Berichte über einen möglichen Kompromiss bei der Gasförderung durch Fracking zurückgewiesen. "Es wird nach unserer Auffassung Fracking in Deutschland nur geben, wenn ganz sicher ist, dass die Förderung von Schiefergas durch Hochdruck und Chemikalien keine Belastung für Grundwasser und Umwelt darstellt", bekräftigte Sprecher Michael Schroeren in Berlin die bisherige Haltung von Ministerin Barbara Hendricks. Bis dahin gelte das Verbot von Fracking unbefristet.

Schroeren zufolge soll zwar eine Kommission aus Wissenschaftlern eingesetzt werden. Die entscheide jedoch nicht über eine Aufhebung des bestehenden Fracking-Verbots.

Die Entscheidung, ob gefrackt werden darf oder nicht, soll in der Hand der Bundesländer bleiben, wie Schroeren erklärte. Das letzte Wort haben demnach die "wasserrechtlichen Behörden". Die Kommission habe die Aufgabe, die Entscheidungsträger zu beraten. Sie gebe eine Empfehlung ab, die ab in keiner Weise bindend sei, betonte der Sprecher.

Schroeren und Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz wiesen außerdem darauf hin, dass sich das Fracking-Gesetz erst noch in der Entwurfsphase befindet. Der Entwurf gehe diese Woche in die Ressortabstimmung, sagte Schroeren. Danach muss es erst ins Kabinett und wird schließlich im Bundestag beraten.

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums wies einen Medienbericht zurück, wonach Fracking-Vorhaben auch oberhalb von 3000 Metern Tiefe erlaubt werden sollen: "Nein, die 3000-Meter-Grenze bleibt bestehen." Die Sorgen, die es in Bezug auf Fracking gebe, würden sehr ernst genommen, sagte der Sprecher. "Die geplanten Regelungen dienen dazu, dem Schutz der Gesundheit und vor allem dem Schutz des Trinkwassers Rechnung zu tragen."

Quelle: n-tv.de

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