Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Durchleitung gefährdet: Gazprom hat die Hand wieder am Gashahn

Einmal mehr droht der russische Staatskonzern Gazprom Europa mit der Drosselung der Gaslieferungen. Angeblich hat die Ukraine Rechnungen nicht bezahlt. Das Land lässt dementieren.

Der russische Konzern Gazprom hat wegen Zahlungsstreitigkeiten mit der Ukraine vor Unterbrechungen der Gaslieferungen nach Europa gewarnt. Die Durchleitung des Erdgases durch die Ukraine sei stark gefährdet, erklärte das Staatsunternehmen. Das Land habe versäumt, Vorauszahlungen zu leisten. Es verbleibe noch Gas für zwei Tage. Falls kein weiteres Geld eingeht, werden die Lieferungen demnach gestoppt. Die ukrainische Naftogaz beschuldigte dagegen Gazprom, bereits bezahltes Gas nicht zu liefern.

Die russische Regierung kündigte vor wenigen Tagen an, für die Ukraine bestimmtes Gas direkt in die von prorussischen Rebellen beherrschten östlichen Landesteile zu liefern. Die Ukraine hatte die Gasversorgung in diese Regionen gestoppt.

Russland drehte der Ukraine wegen offener Rechnungen und unterschiedlicher Ansichten über den Gaspreis bereits im vergangenen Sommer den Hahn für sechs Monate zu. Ende des Jahres floss das Gas wieder, weil die Regierung in Kiew zusagte, einen Teil der Schulden zu begleichen sowie Vorauszahlungen zu leisten. Europa erhält rund ein Drittel seines Gasbedarfs aus Russland. Etwa die Hälfte davon wird durch die Ukraine geleitet.

Quelle: n-tv.de

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