Bund profitiert von BankenrettungGebühren in Millionenhöhe
Die Bankenrettung hat dem Bund kurzfristig zunächst mehr als 300 Millionen Euro an Gebühren für Staatsgarantien eingebracht. Nicht absehbar ist jedoch, ob und welche Lasten dem Bund langfristig als Folge der Garantien entstehen.
Die Bankenrettung hat dem Bund kurzfristig zunächst mehr als 300 Millionen Euro an Gebühren für Staatsgarantien eingebracht. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach sind allein beim Bankenrettungsfonds SoFFin für die Gewährung von Bürgschaften im Umfang von bislang 130 Milliarden Euro rund 217 Millionen Euro an Gebühren angefallen. Hinzu kämen knapp 100 Millionen Euro, die an den Bund für die Gewährung eines Garantierahmens von 35 Milliarden Euro an den verstaatlichten Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate geflossen seien. Insgesamt hat der Bund das Haus mit knapp 90 Milliarden Euro gestützt.
Nicht absehbar ist bislang, ob und welche Lasten dem Bund langfristig als Folge der Garantien entstehen, die er für notleidende Banken übernommen hat. Die Gebühren werden der Zeitung zufolge alle drei Monate an den SoFFin und den Bund überwiesen. Beim SoFFin blieben die Einnahmen im Fonds und würden mit späteren Kosten, zum Beispiel aus der Gewährung von Eigenkapitalhilfen, verrechnet. Über den SoFFin steht ein Garantievolumen von rund 400 Milliarden Euro für Banken mit Kreditproblemen zur Verfügung.