Wirtschaft
GM-Chefin Mary Barra vor dem US-Kongress: Der Autobauer muss wegen unbeantworteter Fragen im Zündschloss-Skandal ein Bußgeld zahlen.
GM-Chefin Mary Barra vor dem US-Kongress: Der Autobauer muss wegen unbeantworteter Fragen im Zündschloss-Skandal ein Bußgeld zahlen.(Foto: picture alliance / dpa)

US-Autobauer ignoriert Fragen: General Motors muss Bußgeld zahlen

Im Rückruf-Skandal verdonnert eine US-Behörde General Motors zu einer Geldstrafe. GM hat Fragen, warum der Konzern das Problem mit defekten Zündschlössern zehn Jahre verschleppte, noch nicht beantwortet, obwohl mindestens 13 Menschen gestorben sind.

Im Rückruf-Skandal bei General Motors (GM) verhängt die US-Verkehrssicherheitsbehörde ein Bußgeld gegen den Autobauer. Weil dieser nicht fristgerecht alle Fragen zu seinen fehlerhaften Zündschlössern beantwortet habe, müsse er nun für jeden Tag Verspätung 7000 Dollar Strafe zahlen, gab die Behörde NHTSA bekannt. GM habe bis zum 3. April mehr als ein Drittel der 107 Fragen zu dem Rückruf nicht beantwortet. Die Strafe gelte ab diesem Stichtag.

Die NHTSA untersucht insbesondere, warum GM mit dem Rückruf von 2,6 Millionen Fahrzeugen wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren. Der Defekt soll zu mindestens 13 Todesfällen geführt haben. Auch der US-Kongress untersucht den Fall. GM-Chefin Mary Barra hat sich bei den Angehörigen entschuldigt und eingestanden, dass der Konzern seit 2001 davon wusste. Offenbar war GM der Austausch der Schlösser zu teuer.

GM erklärte, das Unternehmen kooperiere umfassend mit der Behörde. Dieser seien fast 21.000 Dokumente mit mehr als 271.000 Seiten zur Verfügung gestellt worden. Weitere Antworten sollten folgen, sobald sie vorlägen. Ziel sei es, die Informationen korrekt und rasch zu liefern. Der NHTSA-Chefjustiziar, Kevin Vincent, ermahnte General Motors, dass die inzwischen begonnene interne Untersuchung kein Grund sei, die Anfrage der Behörde in Teilen zu ignorieren.

GM hat weltweit 2,6 Millionen ältere Wagen in die Werkstätten gerufen, die meisten davon in den USA. Der Zündschlüssel droht bei voller Fahrt in die "Aus"-Position zurückzuspringen, was auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschaltet.

Quelle: n-tv.de

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