Wirtschaft

Milliardenübernahme in den USAGenesee kauft RailAmerica

23.07.2012, 21:50 Uhr
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Anfahrt auf Chicago: Ein Burlington-Zug liefert Container. (Foto: REUTERS)

Im bislang fest gefügten Schienenverkehr der USA kommt Bewegung auf: Der Schüttgut-Transporteur Genesee & Wyoming sichert sich den Rivalen RailAmerica. Um die Anleger zu überzeugen, scheut Genesee auch vor hohen Schulden nicht zurück.

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Stark im Güterumschlag und im Transport von Kohle: Die Einsatzkarte von GWR. (Foto: gwrr)

In den Vereinigten Staaten entsteht durch eine Milliardenübernahme ein neuer Branchenriese: Wie aus den bei der Börsenaufsicht eingereichten Unterlagen hervorgeht, übernimmt der US-Schienenfrachtspezialist Genesee & Wyoming (GWR) den Wettbewerber RailAmerica für knapp 1,4 Mrd. Dollar.

Je RailAmerica-Aktie zahlt GWR 27,50 Dollar in

bar, teilte das Unternehmen mit. Dies entspricht einem Aufschlag von elf

Prozent auf den RailAmerica-Schlusskurs von Ende vergangener Woche.

Genesee & Wyoming geht mit der Übernahme ein großes

finanzielles Risiko ein - die Schulden des Konzerns werden sich den Angaben zufolge zunächst verdreifachen.

Das gemeinsame Unternehmen wird in den USA 111 Eisenbahnlinien mit einer Gesamtstrecke

von mehr als 24.000 Kilometern betreiben und jährlich etwa 1,4 Mrd. Dollar

umsetzen.

International im Wettbewerb

Durch die Übernahme steigt GWR zum neuen Schwergewicht unter den großen Schienenverkehrsanbietern für Kurzstrecken auf: Abseits des US-Markts steuert GWR bereits den Verkehr auf Frachtlinien in Kanada, Australien, den Niederlanden und Belgien.

Genesee & Wyoming hat sich vor allem auf die Hafenanbindung mit Schüttgut für industrielle Großkunden wie zum Beispiel im Erz- und Kohlebergbau spezialisiert.

Die letzte große Übernahme in der US-Eisenbahnbranche gab es vor zwei Jahren. Damals

erwarb für 26,5 Mrd. Dollar den Betreiber Burlington Northern

Santa Fe Railway.

Quelle: ntv.de