Wirtschaft

Keine "Schreihalspreise" mehr : Germanwings verlässt Pfad

Gestiegene Kerosinpreise und die deutsche Luftverkehrssteuer belasten auch Germanwings. Die Lufthansa-Tochter wird beim Sommerflugplan mit den Preisen hoch gehen.

Thomas Winkelmann
Thomas Winkelmann(Foto: dpa)

Die Fluggesellschaft Germanwings hebt die Ticketpreise weiter an. Der Sommerflugplan, der kommende Woche veröffentlicht werde, beinhalte höhere Eckpreise, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann. "Der günstigste Flugpreis wird 29,90 Euro sein, dann geht es ganz schnell bei 39 Euro weiter für One-Way. Bisher war 19 Euro der günstigste."

Generell sei die "Zeit der Schreihalspreise" bei den Flugunternehmen vorbei. "Wir werden im nächsten Jahr steigende Preise sehen, wenn die Rahmenbedingungen so bleiben, also primär der Treibstoffpreis auf dem jetzigen Niveau bleibt", sagte Winkelmann.

"Alle Fluggesellschaften in Europa denken im Augenblick darüber nach, wie man Kapazitäten auf Kurzstrecken eher reduziert als ausbaut", sagte der Geschäftsführer der Lufthansa-Tochter. "Hintergrund ist, dass die gestiegenen Kerosinpreise und die Luftverkehrssteuer in Deutschland zu einem Nachfragerückgang geführt haben und im kommenden Winter weiter dazu führen werden."

Bei Germanwings seien die Flugtickets wegen der Steuer im Schnitt um zwölf Prozent teurer geworden. "Wegen der gestiegenen Preise sinkt die Nachfrage. Wir spüren das vor allem in der Nebensaison und auf innerdeutschen Flügen", sagte Winkelmann. "An unserem Standort Köln sehen wir eine Abwanderung von Passagieren in die Niederlande, und außerdem fliegen weniger Niederländer von Köln aus."

Quelle: n-tv.de

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