Wirtschaft
Die Fannie-Mae-Zentrale in Washington: 2013 endet mit einem gigantischen Gewinn.
Die Fannie-Mae-Zentrale in Washington: 2013 endet mit einem gigantischen Gewinn.(Foto: Reuters)

Satte Steuerrückzahlung: Gewinn bei Fannie Mae explodiert

In der Finanzkrise muss der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae gerettet werden. Das Unternehmen wieder auf die Beine. Inzwischen sind die Hilfen beglichen. Nun könnte über die Zukunft debattiert werden - denn der Staat lockert seine Umklammerung nicht.

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Der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat im vergangenen Jahr einen nahezu unglaublichen Gewinn von 84 Milliarden US-Dollar eingefahren. Dank steigender Häuserpreise in den USA hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr knapp verfünffacht. Angesichts dieser Entwicklung will das Unternehmen, das während der Finanzkrise vom Staat mit hohen Summen gerettet wurde, im März 7,2 Milliarden Dollar nach Washington überweisen.

Mit dieser Zahlung hat Fannie Mae zusammen mit dem kleineren Rivalen Freddie Mac ein Ziel erreicht, das viele vor rund zwei Jahren noch für unmöglich erachtet hatten. Die beiden Hypothekenfinanzierer haben dann mit rund 192,5 Milliarden Dollar mehr Dividenden an das US-Finanzministerium überwiesen, als sie mit 187,5 Milliarden an Staatsgeldern bei ihrer Rettung erhalten haben.

Gigantische Steuerrückzahlung

Zwar haben die Unternehmen damit einen wichtigen Meilenstein erreicht, der allerdings eher symbolischen Charakter hat: Denn Fannie Mae und Freddie Mac können sich nicht aus der staatlichen Umklammerung lösen. Der vor mehr als fünf Jahren geschnürte Rettungspakt sieht vor, dass die Hypothekenfinanzierer ihre Gewinne regelmäßig nach Washington überweisen müssen. Im vierten Quartal lag der Gewinn von Fannie Mae bei 6,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr hatte das Unternehmen auch von einer Steuergutschrift in Höhe von 45,5 Milliarden Dollar profitiert.

Dennoch zeigt die Entwicklung, dass die Steuerzahler ohne Verlust aus dem kontroversen Staatsengagement herausgekommen sind. Zudem könnte nun wieder eine Debatte in Gang kommen, wie die Zukunft von Fannie Mae und Freddie Mac eigentlich aussehen soll.

Quelle: n-tv.de

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