Wirtschaft
Mitverantwortlich für die Finanzkrise 2007 - die Altlasten loszuwerden, kostet Goldman Sachs viel Geld.
Mitverantwortlich für die Finanzkrise 2007 - die Altlasten loszuwerden, kostet Goldman Sachs viel Geld.(Foto: dpa)

Teure Altlasten der Finanzkrise: Gewinn von Goldman Sachs bricht ein

Wie andere Banken hat sich Goldman Sachs vor der Weltfinanzkrise an fragwürdigen Geschäften beteiligt. Die Altlasten loszuwerden, kostet das Geldhaus mehrere Milliarden Dollar. Dennoch bleibt der Bank auch im abgelaufenen Quartal ein Gewinn.

Ein Rechtsstreit im Zusammenhang mit der Finanzkrise hat Goldman Sachs erneut jede Menge Geld gekostet. Im vierten Quartal 2015 brach der Nettogewinn der US-Investmentbank wegen der Beilegung um fast drei Viertel auf 574 Millionen Dollar ein. Die Einnahmen fielen insgesamt von 7,7 Milliarden auf 7,3 Milliarden Dollar.

Das New Yorker Geldinstitut hatte sich erst in der vergangenen Woche mit dem US-Justizministerium und anderen Behörden im Streit um Geschäftspraktiken geeinigt, die mitverantwortlich für den Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2007 gemacht werden. Goldman Sachs will fünf Milliarden Dollar zahlen, um Hypothekenklagen vom Tisch zu räumen - es ist die höchste Strafe in der Geschichte der Bank.

Im Vergleich zu anderen Banken ist Goldman Sachs damit aber noch vergleichsweise günstig davon gekommen: Die Bank of America zahlte in einem ähnlichen Vergleich 2014 fast 17 Milliarden Dollar, JP Morgan 2013 rund 13 Milliarden Dollar.

Wie anderen Großbanken auch hatte sich Goldman Sachs vor der Finanzkrise mit weitgehend wertlosen oder sogar faulen Krediten an hochriskanten Investmentgeschäften beteiligt und damit Milliardensummen verdient. Als das System ins Stocken geriet, brach die Weltwirtschaft zusammen.

Quelle: n-tv.de

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