Wirtschaft
Glencore hat mit Xstrata Großes vor.
Glencore hat mit Xstrata Großes vor.(Foto: REUTERS)

Aktionäre erteilen Zustimmung: Glencore und Xstrata vor Ehe

Glencore und Xstrata wollen zum viertgrößten Rohstoffkonzern der Welt fusionieren. Glencore, bereits der Branchenprimus der Rohstoffhändler, lässt sich das mehr als 30 Mrd. Dollar kosten. Die Anleger stimmen dem Deal zu. Nun liegt der Ball bei Xstrata - und danach bei den Wettbewerbshütern.

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Mit großer Mehrheit haben die Anleger des weltgrößten Rohstoffhändlers Glencore die geplante Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata abgesegnet. Die bereits erwartete Zustimmung durch die Glencore-Aktionärsversammlung erfolgte nahezu einstimmig, wie der Schweizer Konzern mitteilte. Das entscheidende Votum der Xstrata-Anteilseigner über den Deal im Umfang von mehr als 30 Mrd. Dollar sollte am Nachmittag erfolgen. Nachdem das Golfemirat Katar - mit einem 12-Prozent-Anteil ein einflussreicher Aktionär - in der vergangenen Woche seine Blockade gegen den Zusammenschluss aufgegeben hatte, wurde allgemein mit einer ausreichenden Mehrheit für die Megafusion gerechnet.

Beide Konzerne haben in dem steuergünstigen Schweizer Kanton Zug ihre Hauptsitze. Mit dem neuen Unternehmen "Glencore Xstrata plc" würde der weltweit erste voll integrierte Rohstoffriese entstehen, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette vom Abbau über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach konzentriert ist. Der Konzern würde nach Berechnungen Schweizer Börsenexperten zum weltweit viertgrößten Unternehmen der Rohstoffbranche aufsteigen.

Glencore bietet den Xstrata-Aktionären 3,05 eigene Aktien zum Tausch an. Der Rohstoffkonzern hatte im September ein anfängliches Angebot von 2,8 Aktien wegen unzufriedener Xstrata-Aktionäre aufbessern müssen. Treibende Kraft der Fusion ist Glencore-Chef Ivan Glasenberg. Für den Konzernzusammenschluss ist die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden erforderlich. Die EU-Kommission will sich am Donnerstag dazu äußern.

Quelle: n-tv.de

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