Wirtschaft

Kanada gibt grünes LichtGlencore vor Viterra-Kauf

16.07.2012, 07:14 Uhr
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Glencore: in Understatement ganz groß (Foto: picture alliance / dpa)

Glencore ist bereits eines der größten Unternehmen weltweit. Aber der Hunger des Rohstoffgiganten ist noch nicht gestillt. Für eine Milliardensumme will der Schweizer Konzern den kanadischen Getreidehändler Viterra schlucken - und sich damit den begehrten Zugriff auf die kanadischen Vorräte an Raps, Sommerweizen, Hafer und Hartweizen sichern.

Die Milliardenübernahme des kanadischem Getreidekonzerns Viterra durch den Schweizer Rohstoffkonzern Glencore steht kurz vor dem Abschluss. Das kanadische Industrieministerium stimmte dem Vorhaben zu. Es fehlt nun noch das Ja aus Australien.

Der weltgrößte Rohstoffhändler zahlt gemeinsam mit der kanadischen Agrium sowie Richardson International rund 6,1 Mrd. kanadische Dollar (4,9 Mrd. Euro). Viterra ist vor allem wegen seiner Getreidespeicher in Kanada ein attraktives Übernahmeziel, das einen begehrten Zugriff auf die kanadischen Vorräte an Raps, Sommerweizen, Hafer und Hartweizen bietet. Zudem verfügt das Unternehmen über enorme Lagerkapazitäten in den Häfen Südaustraliens.

Glencore befindet sich in Privatbesitz und ist noch vor dem Lebensmittelriesen Nestle das größte Unternehmen der Schweiz. Der Umsatz liegt bei mehr als 150 Mrd. Dollar. Derzeit arbeitet Glencore zudem an der Übernahme von Xstrata. Dadurch sollen Milliardensummen eingespart und die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern besser bedient werden können.

Die Fusion zwischen Glencore und dem viertgrößten Bergbaukonzern der Welt wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Mrd. Dollar übernahm und damit zugleich eine neue Rekordmarke setzte.

Quelle: ntv.de, bad/rts