Wirtschaft

Vorwurf der Preismanipulation: Goldman Sachs muss sich rechtfertigen

Die Preise am Aluminiummarkt sind Anlass für Ermittlungen des US-Senats. Vor einem Ausschuss wehrt sich nun die Großbank Goldman Sachs gegen Vorwürfe, die Preise manipuliert zu haben.

Aluminiumlager in einer Fabrik des Produzenten Alcoa in Brasilien.
Aluminiumlager in einer Fabrik des Produzenten Alcoa in Brasilien.(Foto: picture alliance / dpa)

Goldman Sachs hat sich vor einem US-Parlamentsausschuss gegen den Vorwurf zweifelhafter Geschäfte auf Rohstoffmärkten zur Wehr gesetzt. Die Metalllager-Sparte der US-Großbank halte sich an geltende Regeln, betonte der Chef der Tochter Metro International, Chris Wibbelman, vor einem einflussreichen Untersuchungskomitee des Senats.

Hintergrund ist ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht, in dem Banken der Preismanipulation im direkten Handel mit Rohstoffen beschuldigt werden. Eine zentrale Rolle soll dabei die Lagerung von Stoffen wie Aluminium spielen - eine Branche, die sich zu einer milliardenschweren Industrie entwickelt hat.

Nach den Senatsermittlungen geht es um Verträge, mit denen Metro International einen größeren Lagerbestand aufbauen wollte. So soll das Unternehmen seinen Kunden Millionen von Dollar dafür gezahlt haben, dass sie ihre Metalle länger in den Lagern beließen. Durch den so entstandenen Engpass sei der Aluminium-Preis in die Höhe getrieben worden. Der Metro-International-Chef erklärte dazu, im Aluminium-Handel gebe es keine Engpässe, Verträge mit Kunden richteten sich nach dem Geschäftsumfeld.

Goldman Sachs ist eine der wenigen internationalen Großbanken, die sich noch nicht aus dem direkten Handel mit Rohstoffen zurückgezogen haben. Inzwischen treibt aber auch Goldman einen Verkauf von Metro International voran. Die Tochter war zuletzt Zielscheibe nicht nur der behördlichen Ermittlungen, sondern auch von öffentlicher Empörung und Klagen vor Gericht geworden. Unter anderem hatten Unternehmen wie der Dosengetränke-Riese Coca-Cola Metro vorgeworfen, den Wettbewerb im Aluminium-Handel zu verzerren.

Quelle: n-tv.de

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