Wirtschaft
Ordentliche Stellenangebote in der Zeitung? Fehlanzeige.
Ordentliche Stellenangebote in der Zeitung? Fehlanzeige.(Foto: dpa)

Arbeitslosenquote steigt und steigt: Griechenland meldet Rekord

Griechenlands Krise hält weiter an. Die Wirtschaft schrumpft weiter, ein weiteres Sparpaket ist verabschiedet. Tristesse herrscht weiter auf dem Arbeitsmarkt. Im September sind 26 Prozent der erwerbsfähigen Griechen ohne Arbeit. Eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ist nicht in Sicht.

Die Dauerrezession und die Sparpolitik treiben die Arbeitslosigkeit in Griechenland auf ein Rekordhoch. Im September kletterte die Quote auf 26 von 25,3 Prozent im August, wie das nationale Statistikamt Elstat in Athen mitteilte. Damit übernahm Griechenland von Spanien die unrühmliche Spitzenposition in der Euro-Zone - zumindest für September. Denn die griechischen Daten hinken etwas hinterher.

Die Arbeitslosenquote in Spanien lag im September bei 25,8 Prozent, stieg aber im Oktober auf 26,2 Prozent. Beide Länder stecken tief in der Rezession, in Griechenland sinkt die Wirtschaftskraft 2012 bereits das fünfte Jahr in Folge. Bis es Ökonomen zufolge 2014 wieder etwas bergauf geht, dürfte das Bruttoinlandsprodukt fast um ein Viertel geschrumpft sein.

Die Arbeitslosenquote verdreifachte sich fast, seitdem sie im September 2009 ihren Steigflug begann. Im September hatten laut Statistikamt 1,3 Millionen Griechen keinen Job und damit 38 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Jugendarbeitslosigkeit lag im September bei 56 Prozent - vier Jahre zuvor waren es nur 22 Prozent.

Spannung vor Ablauf der Schuldenrückkauf-Frist

Derzeit läuft in Griechenland der Schuldenrückkauf. Kurz vor Ablauf der Frist ist der Ausgang weiter ungewiss. Es liefen intensive Verhandlungen, hieß es in Athen. Finanzminister Ioannis Stournaras wollte mit den Vorständen der griechischen Banken beraten, berichtete das staatliche Fernsehen. Athen hatte vergangenen Montag das Angebot für den Rückkauf griechischer Staatsanleihen gestartet. Es endet an diesem Freitag um 18.00 Uhr MEZ.

Geboten werden je nach Laufzeit der Anleihe 30,2 bis 40,1 Prozent des ursprünglichen Werts. Insgesamt sollen mit zehn Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF etwa 30 Milliarden Euro an alten Schulden Griechenlands vom Markt genommen werden.

Spannend ist vor allem die Frage, ob genügend private Investoren die Offerte annehmen. Denn davon hängt das Gelingen der jüngsten Griechenland-Rettung ab. Das Angebot ist ein wichtiger Bestandteil eines von den Euro-Ländern beschlossenen Milliarden-Pakets an Maßnahmen, um Griechenland in den kommenden Jahren zusätzlich finanziell zu unterstützen.

Zuletzt hielten Privatanleger griechische Staatsanleihen im Volumen von etwa 62 Milliarden Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon befindet sich in den Händen von Banken und Anlegern im Ausland. Für den Fall, dass der Rückkauf nicht erfolgreich sein sollte, hatte Stournaras von einem Plan B gesprochen, wobei er nicht erklärt hatte, wie dieser aussehen soll.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen