Wirtschaft
Ausverkauf an der Athener Börse.
Ausverkauf an der Athener Börse.(Foto: dpa)

Mehr als 10 Prozent: Griechenlands Athex bricht ein

Schwarzer Montag an der Athener Börse: Der Athex stürzt regelrecht ab und markiert ein neues Allzeittief. Neben dem allgemeinen Börsenunwetter spielen Sorgen um die griechischen Reformen eine große Rolle.

Die Börse in Athen hat nach einem rabenschwarzen Montag auf einem neuen Allzeittief geschlossen. Zum einen war die Stimmung an den Börsen in Europa und den USA ebenfalls sehr schlecht. Zum andern drückte in Griechenland besonders die Sorge über die Entwicklungen um das Hilfsprogramm für das Land, wie Analysten vor Ort sagten. Der FTSE-Athex brach um 10,2 Prozent ein auf 122 Punkte.

"Ausländer verlassen griechische Börse", schrieb die Tageszeitung "Kathimerini". Zusätzlich zur schlechten Stimmung an den Märkten machten den Investoren die Flüchtlingskrise sowie ein mögliches Scheitern der Gespräche zwischen Griechenland und seinen Geldgebern Angst, stimmt die griechische Finanzpresse überein.

Sorge macht den Anlegern vor allem der massive und anhaltende Widerstand der Gewerkschaften gegen die Rentenreform, die als Voraussetzung für die Freigabe weiterer internationaler Hilfszahlungen für das Land gesehen wird.

Banken bluten

Besonders kräftig verkauft wurden wieder die Bankenwerte, wo sich die Verluste auf bis zu 30 Prozent summierten. Die Sorge um die Zukunft des Bankensektors und um die allgemeine Wirtschaft drückt die Aktien immer tiefer nach unten.

Im gesamten Jahr 2016 hat die griechische Börse bislang 22 Prozent verloren und ist damit eines der internationalen Schlusslichter. "Wenn sich die Verhandlungen mit den Gläubigern noch weiter in die Länge ziehen, besteht die Gefahr, dass die hiesige Wirtschaft und die Banken leiden", sagte ein griechischer Banker bei "Kathimerini".

Quelle: n-tv.de

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