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Zur Hawesko Holding AG gehören über 280 Filialen von "Jaques' Weindepot".
Zur Hawesko Holding AG gehören über 280 Filialen von "Jaques' Weindepot".(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Übernahmeangebot beflügelt Aktie : Großaktionär greift nach Hawesko

Beim größten deutschen Weinhändler Hawesko bahnt sich ein Führungswechsel an. Völlig überraschend legt die Beteiligungsgesellschaft Tocos ein Übernahmeangebot für das Hamburger Unternehmen vor. Die Aktie schnellt daraufhin nach oben.

Beim Hamburger Weinhändler Hawesko könnte bald eine Beteiligungsgesellschaft das Ruder übernehmen. Die Tocos Beteiligung GmbH kündigte ein Übernahmeangebot an. Ziel sei es, größter Einzelaktionär zu werden, sagte ein Tocos-Sprecher. Es gebe keine Mindestannahmeschwelle. Derzeit hält die Beteiligungsgesellschaft des Hamburger Unternehmers Detlev Meyer 29,5 Prozent an dem Hamburger Wein- und Sektkontor. Das Gesamtvolumen des Angebots betrage 253 Millionen Euro.

Zu der im SDax notierten Hawesko Holding AG gehören über 280 Filialen von "Jaques' Weindepot". Zudem werden 13.000 Restaurants beliefert. Der Weinversand ist nach Unternehmensangaben der mit Abstand größte in Deutschland. 2013 erzielte Hawesko einen Umsatz von 465,2 Millionen Euro. Der Überschuss betrug 16,2 Millionen Euro. Tocos bietet 40 Euro je Aktie. Das waren etwa 5 Prozent mehr als zum Handelsschluss am Donnerstag.

Tocos will Unternehmen internationaler machen

Nach Bekanntwerden der Ankündigung legte der Kurs um mehr als sieben Prozent auf über 41 Euro zu. Weitere Aktionäre neben Tocos sind die Alexander Margaritoff Holding GmbH (30 Prozent), die Augendum Vermögensverwaltung (5%) sowie diverse gewerbliche und private Investoren (35,5%).

Ein Hawesko-Sprecher sagte, die Ankündigung habe den Vorstand überrascht. Nun werde man zunächst das Angebot prüfen. Mit der Übernahme solle die strategische Weiterentwicklung von Hawesko vorangetrieben werden, sagte der Tocos-Sprecher. Dazu gehöre eine verstärkte Internationalisierung. "Wir sehen vor allem Potenzial in Österreich, der Schweiz, den Benelux-Staaten, Dänemark und Schweden."

Weitere Ziele seien eine Steigerung der Profitabilität. "Außerdem soll die Ausschüttungsquote gesenkt werden", sagte der Sprecher. "In den letzten Jahren lag diese bei Hawesko zwischen 65 und 95 Prozent des Jahresüberschusses." Künftig solle sie bei 40 bis 50 Prozent liegen. um mehr Geld für Investitionen zu haben. Mit dem eingesparten Geld gelte es, "die starke Marktposition von Hawesko im Kernmarkt Deutschland weiter zu festigen sowie die internationalen Aktivitäten des Unternehmens gezielt auszubauen", erklärte Meyer.

Quelle: n-tv.de

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