Wirtschaft
Eine Fahrt mit der Mekka Metro, die 2010 ihren Betrieb aufgenommen hat. Die Schnellbahn verbindet bereits die Städte Mekka und Medina.
Eine Fahrt mit der Mekka Metro, die 2010 ihren Betrieb aufgenommen hat. Die Schnellbahn verbindet bereits die Städte Mekka und Medina.(Foto: picture alliance / dpa)

Großauftrag aus Saudi-Arabien: Deutsche Bahn kontrolliert Wüstenbaustelle

Die Deutsche-Bahn-Tochter DB International zieht einen millionenschweren Auftrag aus Saudi-Arabien an Land. Sie soll den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke überwachen. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit. Bauen tun diesmal auch wieder andere.

Die Deutsche Bahn hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Großauftrag aus Saudi-Arabien erhalten. Laut einem Bericht der "Welt" handelt es sich bei dem Projekt um den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den saudiarabischen Städten Mekka und Medina.

Die Konzerntochter DB  International sei mit der Planprüfung, Bauüberwachung und der  Kontrolle der Fahrzeugproduktion beauftragt worden, schreibt das Blatt. Auftragsvolumen sei ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag. Der Zeitung zufolge ist es der größte Einzelauftrag, denn die DB International je erhalten hat.

Im Januar 2012 hatte Saudi-Arabien ein spanisches Konsortium mit dem Bau der Strecke zwischen Dschiddah, Mekka und Medina im Umfang von gut acht Milliarden Dollar (knapp sechs  Milliarden Euro) beauftragt. Das Konsortium wird auch die Züge liefern. Der Betrieb der Verbindung durch die Wüste soll 2017 aufgenommen werden. Auf der Strecke sollen pro Stunde in eine Richtrung bis zu 8000 Fahrgäste befördert werden.

Der ölreiche Golfstaat entwickelt und modernisiert derzeit seine Infrastruktur. Vor einigen Jahren war DB International bereits mit der Planung, Bauüberwachung und Abnahme der sogenannten Mekka Metro beauftragt. An der Schnellbahn zwischen Mekka und Medina, die knapp zwei Milliarden Dollar kostete und 2010 ihren Betrieb aufnahm, durften ausschließlich muslimische Mitarbeiter arbeiten, da die Strecke in entsprechenden Sperrgebieten verläuft. Die Bahninfrastruktur kam damals von der China Railway Construction Cooperation, die Energieversorgung von Siemens, die Signaltechnik und das Zusicherungssystem wurden von der französischen Thales Gruppe zugeliefert.

Quelle: n-tv.de

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