Anzeichen der KonjunkturerholungGroßhandelspreise ziehen an
Die Preise im deutschen Großhandel sind im November auf Monatssicht kräftig gestiegen, während sich der Preisrückgang auf Jahressicht deutlich abschwächte.
Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 0,7 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Im Oktober waren sie um 0,4 Prozent gesunken. Das Vorjahresniveau unterschritten die Preise im November nur noch um 3,2 Prozent, nach minus 7,0 Prozent im Oktober und minus 8,1 Prozent im September.
Im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug sanken die Preise im November auf Jahressicht um 22,5 Prozent. Bezogen auf den Vormonat Oktober verbilligten sich die zu dieser Wirtschaftsklasse gehörenden Waren um 0,4 Prozent, nachdem sie sich in den vergangenen drei Monaten verteuert hatten. Die Preise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse verringerten sich auf Großhandelsebene im Vorjahresvergleich um 4,9 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stiegen sie um 3,6 Prozent.
In der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor waren auf Großhandelsebene im Vorjahresvergleich Getreide, Saaten und Futtermittel um 13,9 Prozent billiger; Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren um 2,9 Prozent, Obst, Gemüse und Kartoffeln um 5,8 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Letztere wurden auch gegenüber dem Vormonat zu niedrigeren Preisen verkauft (minus 1,1 Prozent).
Für Getreide, Saaten und Futtermittel wurde im Vormonatsvergleich jedoch mehr verlangt (plus 3,2 Prozent). Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette wurden im Vergleich zu Oktober 2009 ebenfalls teurer (plus 3,0 Prozent).
Die Preise für Tabakwaren lagen auf Großhandelsebene im November 2009 um 6,0 Prozent über denen von November 2008; gegenüber Oktober 2009 veränderten sie sich nicht.