Wirtschaft
Rüdiger Grube.
Rüdiger Grube.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Kritik am Bahnchef: Grube verzichtet auf Gehaltserhöhung

Angesichts der Diskussion um seine Vergütung verzichtet Bahnchef Grube auf seinen vorgesehenen Aufschlag - das sind immerhin 180.000 Euro. Einem Zeitungsbericht zufolge war die Erhöhung auch im Aufsichtsrat umstritten.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, verzichtet in diesem Jahr auf eine Erhöhung seines Grundgehalts. Zwar sei ihm zum 1. Mai 2014 eine Anpassung zugesagt worden, doch er wolle "auf dieses Angebot verzichten", sagte Grube. Er bekommt seit seinem Amtsantritt 2009 ein Festgehalt von 900.000 Euro. Bei seiner Vertragsverlängerung hatte er 2012 ausgehandelt, dass sein Festgehalt 2014 um 20 Prozent steigt.

Zum Grundgehalt kommen je nach Erreichen bestimmter Ziele Sonderzahlungen in unterschiedlicher Höhe. Zuletzt waren seine Boni höher als das Fixum. 2012 verdiente Grube insgesamt 2,66 Millionen Euro.

Am Montag hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, die vorgesehene Erhöhung des Grundgehalts zum 1. Mai stehe auf der Kippe. Die Zeitung berichtete aus Kreisen des für Vorstandsvergütungen zuständigen Aufsichtsrats-Ausschusses, auch eine geringere Erhöhung um zehn Prozent sei umstritten.

 "Die zuletzt in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen über die Angemessenheit meines Gehaltes lenken nur von den eigentlichen großen Herausforderungen bei der Bahn ab", sagte Grube. Seine Entscheidung habe er mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht abgestimmt. Die Bahn stehe "vor wichtigen Weichenstellungen", sagte er. Dazu zählten die Bemühungen um einen besseren Kundenservice, die künftige Finanzierung der Infrastruktur und "die anstehende Rekrutierung zehntausender neuer Mitarbeiter".

Im vergangenen Jahr verdiente Grube der "Süddeutschen Zeitung" zufolge rund eine Million Euro  weniger als 2012. Grund sei vor allem, dass der Gewinn des Konzerns die Erwartungen weit verfehlt habe, schrieb die Zeitung. Demnach verdiente Grube im vergangenen Jahr 1,66 Millionen Euro. Das Blatt berief sich auf den Geschäftsbericht der Bahn, der am Donnerstag veröffentlicht wird.

Quelle: n-tv.de

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