Wirtschaft
Verhaltender Jahresausblick.
Verhaltender Jahresausblick.(Foto: picture alliance / dpa)

Erneut mit schwachem Ergebnis: HP-Chefin schwingt den Rotstift

Kein Ende der Krise bei Hewlett-Packard (HP): Beim Computerhersteller werden weitere Tausende Arbeitsplätze abgebaut. Das Unternehmen weist in seinem Quartalsbericht erneut einen Umsatzrückgang aus. Die Aktie verliert nachbörslich.

Der Optimismus bei Hewlett Packard (HP) währte nur kurz: Firmenchefin Meg Whitman baut weitere bis zu 16.000 Stellen bei dem Computer-Konzern ab, dem der boomende Smartphone- und Tablet-Markt zu schaffen macht. Darüber hinaus wies HP für sein zweites Geschäftsquartal den elften Umsatzrückgang in Folge aus, der zudem höher ausfiel als erwartet. Auch der Ausblick auf das Gesamtjahr ist verhalten.

Vor drei Monaten hatte Whitman noch überraschend starke Zahlen präsentiert und erklärt, HP sei "in der besten Position seit langer Zeit". Mit der neuerlichen Stellenstreichung hätte die seit zweieinhalb Jahren amtierende Firmenchefin dann jeden fünften der einst 250.000 Arbeitsplätze bei HP abgebaut. Analysten erklärten, es sei nicht klar, ob der Jobabbau bei HP immer weiter gehe und damit für immer schlechtere Stimmung bei den Mitarbeitern sorge.

Konzernchefin sieht HP auf Kurs

Whitman sagte, HP sei weiter auf Kurs, die Wende zu schaffen. Die neuen Zahlen zum Stellenabbau unterstrichen, dass der Konzern dabei sei, sich zu verschlanken. Die HP-Chefin hatte einst den Abbau von 27.000 Stellen angekündigt, im vergangenen Jahr war dann von 37.000 die Rede. Nun kommen 11.000 bis 16.000 weitere in verschiedenen Geschäftsbereichen und mehreren Ländern hinzu, um die Kosten zu senken.

HP setzt für künftiges Wachstum auf Angebote jenseits des klassischen Rechnergeschäfts. Nach dem Vorbild von IBM soll es einen stärkeren Fokus auf das einträglichere Service-Geschäft für Unternehmen und auf Netzwerke geben.

HP-Aktien verloren in Reaktion auf die Zahlen nachbörslich 2,3 Prozent. Der Konzern hatte die Bilanz offenbar unabsichtlich schon eine halbe Stunde vor Handelsschluss der US-Börsen veröffentlicht. Dabei wies der Konzern für sein zweites Geschäftsquartal (per Ende April) ein Minus beim Nettoumsatz von rund einem Prozent auf 27,3 Milliarden Dollar aus. Analysten hatten 27,4 Milliarden erwartet.

Der Netto-Gewinn betrug 1,691 Milliarden Dollar, nach 1,742 Milliarden vor drei Monaten und 1,698 Milliarden vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr stellte HP einen Gewinn pro Aktie zwischen 3,63 und 3,75 Dollar in Aussicht. Analysten erwarten im Schnitt 3,71 Dollar.

Quelle: n-tv.de

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