Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Aufspüren von Finanzwelt-Gefahren: HSBC holt Ex-Schlapphutträger

Die HSBC wappnet sich gegen Angriffe von außen. Die britische Großbank holt dafür den ehemaligen Chef des Geheimdienstes MI5, Evans, ins Boot. Das Image der HSBC ist lädiert. Gegen die Bank wurde in den USA wegen Geldwäsche ermittelt.

Die größte britische Bank HSBC hat den ehemaligen Chef des britischen Geheimdienstes MI5, Jonathan Evans, rekrutiert. Der 55-Jährige werde ab dem 6. August Mitglied des neu gegründeten Vorstands für "Verletzlichkeiten des Finanzsystems" sein, teilte das Geldinstitut mit. Dem neuen Gremium gehört bereits ein früherer US-Staatsanwalt an.

Evans' "Erfahrungen und Expertise", die er während seiner langen Karriere auf der höchsten Ebene des öffentlichen Dienstes gesammelt habe, seien "von beträchtlichem Wert", sagte HSBC-Präsident Douglas Flint. Es handele sich um Erfahrungen im Kampf gegen den Missbrauch sicherheitsrelevanter Daten sowie gegen Bedrohungen anfälliger Infrastruktur durch Terroristen oder das organisierte Verbrechen.

Die HSBC versucht ihr Image aufzupolieren, seit gegen sie in den USA wegen Beihilfe zur Geldwäsche ermittelt wurde. Im Dezember einigte sich die Bank mit den US-Behörden auf die Zahlung einer Rekordstrafe in Höhe von 1,92 Milliarden Dollar (1,48 Milliarden Euro), um einem Prozess zu entgehen.

Die britische Finanzaufsicht FSA hatte die Bank aufgefordert, mit internen Maßnahmen den Kampf gegen Geldwäsche zu verbessern.

Quelle: n-tv.de

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