Wirtschaft
Gasfedern, Dämpfer und Elektromotoren für Türen und automatische Heckklappen: Stabilus beliefert Kunden in aller Welt.
Gasfedern, Dämpfer und Elektromotoren für Türen und automatische Heckklappen: Stabilus beliefert Kunden in aller Welt.(Foto: picture alliance / dpa)

Starkes Kursplus im SDax: Heckklappen-Trend schiebt Stabilus an

Ein Spezialist aus der dritten Reihe schiebt sich am deutschen Aktienmarkt in den Vordergrund: Der Koblenzer Auto-Zulieferer Stabilus hebt kurz vor der Hauptversammlung den Ausblick an. Der Aktienkurs reagiert kräftig.

Eine wachsende Nachfrage nach automatischen Autoheckklappen bringt das Geschäft des Zulieferers Stabilus in Schwung. Der Hersteller von Heckklappenantrieben, Gasfedern und Dämpfern steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 um knapp 24 Prozent auf 167,3 Millionen Euro, wie Stabilus mitteilte.

Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) stieg um 27 Prozent auf 28,7 Millionen Euro. Wegen wachsender Bestelleingänge erhöhte der Konzern seine Umsatzprognose für das Ende September 2016 ablaufende Geschäftsjahr auf 680 Millionen Euro, nachdem bisher 660 Millionen Euro angepeilt worden waren.

An der Börse sorgten die Zahlen für Aufsehen: Die Aktien des im SDax notierten Unternehmens zogen in einer ersten Reaktion kräftig an. Für Zuversicht sorgten unter anderem auch Wechselkurseffekte, die für Stabilus vorteilhaft ausfielen. Das Unternehmen profitierte zuletzt vor allem von der Entwicklung des Dollar-Kurses zum Euro im ersten Quartal. Stabilus-Aktien stiegen nach der Anhebung der Prognose zeitweise um knapp 5 Prozent. Im Lauf des Vormittags flaute die Begeisterung allerdings schnell wieder ab. Zuletzt notierten die Stabilus-Aktien knapp 2 Prozent im Plus bei 36,97 Euro.

Im Geschäftsjahr 2014/15 konnte der Konzern seinen Nettogewinn um sieben Millionen auf 17,0 Millionen Euro steigern. Dennoch will das Stabilus seinen Aktionären für das abgelaufene Jahr keine Dividende zahlen, weil sich der Betrag laut Stabilus lediglich auf wenige Cent je Aktie beschränken würde. Stattdessen sollen die frei werdenden Mittel für Investitionen genutzt werden. Noch im Tagesverlauf sollte die Hauptversammlung über die Verwendung des Jahresergebnisses und damit auch über den Dividendenverzicht abstimmen.

Stabilus liefert Spezialkomponenten wie etwa Gasfedern, Dämpfer und "elektromechanische Antriebe" für Kunden aus den Bereichen Maschinenbau, Möbelindustrie, Luftfahrt, Medizintechnik sowie der Automobilindustrie. Sitz des Unternehmens ist Koblenz. Weltweit beschäftigt Stabilus eigenen Angaben zufolge etwa 4400 Mitarbeiter, davon arbeiten rund 1600 im Koblenzer Stammwerk. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei mehr als 600 Millionen Euro.

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Quelle: n-tv.de

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