Wirtschaft
Hier ist schwerlich was zu holen: Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner.
Hier ist schwerlich was zu holen: Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 05. Dezember 2012

Schuldenstreit mit Argentinien: Hedgefonds schauen in die Röhre

Die Entscheidung über die Rückzahlung argentinischer Anleiheschulden liegt auf der langen Bank. Über Forderungen mehrerer Hedgefonds entscheidet ein US-Gericht erst Ende Februar. Eine Garantiesumme muss auch nicht hinterlegt werden. Auch das schmettert ein Gericht ab.

Im Streit um ausstehende Schulden Argentiniens hat die US-Justiz zugunsten der Regierung in Buenos Aires entschieden. Ein Gericht wies den Antrag eines Investmentfonds zurück, dass Argentinien bis zur Entscheidung eines Berufungsgerichts über die Zahlung von 1,33 Mrd. US-Dollar (1,0 Mrd. Euro) als Zeichen des guten Willens eine Garantiesumme hinterlegt.

Ein US-Berufungsgericht hatte vergangene Woche ein Urteil eines New Yorker Richters ausgesetzt, der Argentinien nur noch bis Mitte Dezember zur Rückzahlung ausstehender Schulden gegeben hatte. Buenos Aires hatte sich geweigert, dem Urteil Folge zu leisten und Berufung eingelegt. Über die Forderungen mehrerer Hedgefonds soll nun am 27. Februar beraten werden.

Kein Geld für "Aasgeier"

Aus Sicht von Buenos Aires handelt es sich bei den Gläubigern um hochspekulative "Geier-Fonds". Die Kreditwürdigkeit Argentiniens war angesichts der Weigerung zu zahlen von der US-Ratingagentur Fitch um drei Noten herabgesetzt worden. Die Agentur hatte zur Begründung erklärt, sollte Argentinien die Schulden nicht bezahlen, würde dies einen Zahlungsausfall bedeuten.

Argentinien war 2001, als es seine Schulden von hundert Mrd. US-Dollar nicht mehr bedienen konnte, bankrott gegangen. Die meisten Gläubiger beteiligten sich 2005 und 2010 am Umtausch ihrer Schuldscheine in neue Papiere mit veränderten Konditionen. Nur eine Reihe Investoren, die vielfach während der Krise Staatsanleihen zu Ramschpreisen erworben hatten, weigerten sich, an dem Tauschprogramm teilzunehmen, und fordern weiterhin die gesamten Darlehen ein.

Quelle: n-tv.de

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