Wirtschaft
Die Informationen darüber, ob die Zulassung eines Medikamentes gefährdet ist oder nicht, sind vertraulich - aus gutem Grund.
Die Informationen darüber, ob die Zulassung eines Medikamentes gefährdet ist oder nicht, sind vertraulich - aus gutem Grund.

600 Millionen Dollar: Hedgefonds zahlt Rekordstrafe

Wegen Insiderhandels muss ein US-Hedgefonds 600 Mio. Dollar Strafe zahlen. Der CR Instrinsic Investors Fonds hatte vertrauliche Informationen über die Zulassung eines Alzheimer-Medikament zu seinem Vorteil genutzt. Neben einem Fondsmanager ist auch ein Mediziner in dem Fall verwickelt.

Wegen eines der wohl lukrativsten Insidergeschäfte aller Zeiten muss ein US-Hedgefonds 600 Mio. Dollar Strafe zahlen. Der Fonds CR Intrinsic Investors habe sich zur Zahlung dieser Summe verpflichtet, teilte die US-Börsenaufsicht SEC in New York mit. Sie hatte dem Hedgefonds vorgeworfen, 2008 von vertraulichen Informationen über ein Alzheimer-Medikament an der Börse profitiert zu haben. Die 600 Mio. Dollar sind laut SEC die höchste Summe, die je in einer solchen Affäre in den USA gezahlt wurde.

Bei dem Vergehen habe es sich um ein Insidergeschäft "in einem historisch beispiellosen Ausmaß" gehandelt, hatte Staatsanwalt Preet Bharara im November vergangenen Jahres die Klage gegen CR Intrinsic Investors begründet. Neben dem zur Investmentfirma SAC Capital Advisors gehörenden Hedgefonds erhob die US-Justiz auch Anklage gegen einen früheren Fondsmanager sowie einen Mediziner. Das Medikament war von dem Pharmaunternehmen Elan und der zum Pharmariesen Pfizer gehörenden Firma Wyeth entwickelt worden.

Der angeklagte Mediziner, ein Professor für Neurologie an der Universität Michigan, soll dem Hedgefonds vorab mitgeteilt haben, dass die klinischen Tests für das Alzheimer-Medikament negativ verlaufen seien. Dank dieser Informationen konnte der Fonds Verluste in dreistelliger Millionenhöhe vermeiden.

Quelle: n-tv.de

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