Wirtschaft
Dieses Quartal lief für Barbie-Hersteller Mattel sehr schlecht.
Dieses Quartal lief für Barbie-Hersteller Mattel sehr schlecht.(Foto: AP)
Freitag, 27. Oktober 2017

Insolvenz von Toys R Us schmerzt: Heftiger Absturz für Barbie-Hersteller Mattel

Der US-amerikanische Spielzeugproduzent Mattel präsentiert einen hohen Quartalsverlust und rutscht an der Börse mächtig ab. Seit Jahresbeginn sinkt der Kurs bereits um 40 Prozent. Grund dafür ist unter anderem die Insolvenz von Toys R Us.

Der US-Spielzeugriese Mattel hat Anleger mit einem hohen Quartalsverlust und der Aussetzung seiner Dividendenzahlungen schockiert. Die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um 25 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der Kurs schon um 40 Prozent gesunken. Im dritten Quartal rutschte der Barbie-Hersteller in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 603 Millionen Dollar (517 Mio Euro), wie Mattel nach Börsenschluss mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch 236 Millionen Dollar Gewinn gegeben.

Grund für den Einbruch war zwar vor allem eine Steuerlast, die das Ergebnis massiv belastete. Doch auch im Tagesgeschäft lief es schlecht - die Erlöse sanken um 13 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar und verfehlten die Erwartungen der Analysten damit deutlich.

Wie Rivale Hasbro, der seine Quartalszahlen bereits vorgelegt hatte, machte Mattel insbesondere die Insolvenz der US-Spielwarenkette Toys R Us für die jüngsten Absatzprobleme verantwortlich. Allerdings tut sich der Branchenriese schon länger schwer. Um das Ruder herumzureißen, wird nun der Rotstift angesetzt: Mattel kündigte an, die Kosten in den nächsten zwei Jahren um mindestens 650 Millionen Dollar zu senken. Einen Anfang macht der Hersteller von Fisher Price und Hot Wheels mit der Aussetzung der Dividenden - so sollen schon im vierten Quartal 50 Millionen Dollar gespart werden.

Quelle: n-tv.de

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