Dienstag, 10. November 2009
Kaum Erholung in Sicht: Heideldruck leidet weiter
Der Maschinenbauer Heidelberger Druck rutscht wegen der schleppenden Nachfrage nach Bogendruckmaschinen immer tiefer in die roten Zahlen.
Ein Regal voller Zahnräder für Bogen-Offset-Druckmaschinen: "Bei den Auftragseingängen sehen wir mittlerweile eine Bodenbildung."
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 (31. März) verringerte sich der Umsatz um 37,9 Prozent auf 499 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit. Der Auftragseingang ging um 25,9 Prozent auf 534 Mio. Euro zurück.
Der operative Verlust stieg ohne die Kosten für den Konzernumbau und die Stellenstreichungen auf 65 Mio. Euro. Vor Jahresfrist hatte Heidelberger Druck hier noch ein Minus von zehn Mio. Euro verbucht. Nach Steuern fiel diesmal ein Verlust von 78 Mio. Euro (Vorjahresverlust: 56 Mio. Euro) angefallen.
"Bei den Auftragseingängen sehen wir mittlerweile eine Bodenbildung, ohne jedoch im laufenden Geschäftsjahr von einer deutlichen Erholung in den Folgequartalen auszugehen", kommentierte Vorstandschef Bernhard Schreier die Entwicklung in der ersten Geschäftsjahreshälfte.
Heidelberger Druck gilt als weltgrößter Anbieter von Druckmaschinen für Verpackungen, Bücher und Kalender.
rts
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