Wirtschaft

Die Nummer drei fängt anHeineken erhöht Bierpreise

18.04.2012, 12:15 Uhr
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Heineken eröffnet die Quartalsberichtssaison der Brauereikonzerne. (Foto: REUTERS)

Heineken ist der drittgrößte Bierbrauer der Welt - in Deutschland etwa an den Marken Paulaner und Hacker-Pschorr beteiligt - und verhalten ins neue Jahr gestartet. Absatz und Umsatz steigen zwar, operativ bleibt aber weniger hängen. Der Brauer reagiert und geben die gestiegenen Rohstoffkosten an die Verbraucher weiter. Die Brauereibranche wird hellhörig.

Wegen steigender Rohstoffkosten will Heineken die Biertrinker stärker zur Kasse bitten. Vor allem teurere Braugerste macht dem Konzern zu schaffen. Der operative Gewinn schrumpfte deswegen im 1. Quartal, wie der Weltmarktdritte ohne Angabe konkreter Zahlen mitteilte. Auch ein überraschend kräftiges Absatzwachstum und ein Umsatzplus von rund 7 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro hätten dies nicht ausgleichen können.

Zudem nagten gestiegene Vertriebskosten und Ausgaben für die Expansion mit Marken wie Desperados und Amstel in Schwellenländern am Gewinn. Heineken will nun mit Preiserhöhungen und einer neuen Sparrunde gegensteuern. Damit sollen die Kosten bis 2014 um zusätzliche 500 Mio. Euro gedrückt werden.

Heineken macht den Auftakt

Seine Geschäftsprognose bekräftigte der Konzern, der fast die Hälfte seines Umsatzes in Westeuropa erwirtschaftet. Vor allem in Asien, Lateinamerika und Afrika rechnet Heineken mit Wachstum. Die Anleger schienen aber trotz der Gewinneinbußen von der Geschäftsentwicklung überzeugt: Die Aktie legte im Tagesverlauf rund 4 Prozent zu auf den höchsten Stand seit vier Jahren.

Heineken ist der erste der großen Bierbrauer, der über den Jahresstart informiert. Der britische Weltmarktzweite SABMiller folgt am Donnerstag. Branchenprimus Anheuser-Busch Inbev aus Belgien legt seine Quartalszahlen am 30. April vor, der dänische Rivale Carlsberg am 9. Mai.

Quelle: ntv.de, rts