Wirtschaft
Milliardenschwerer Deal mit Buffett und 3G Capital.
Milliardenschwerer Deal mit Buffett und 3G Capital.(Foto: REUTERS)

Multimillionen-Abfindung: Heinz-Chef sahnt ab

Ein wahrer Geldregen wird auf den den bisherigen Unternehmenschef des Ketchup Herstellers Heinz, Johnson, herabprasseln. Mehr als 200 Millionen Dollar mehr kann er zusätzlich auf seinem Konto verbuchen. Heinz wird durch US-Starinvestor Buffett und den Finanzinvestor 3G Capital geschluckt.

In Europa wird hitzig über die Deckelung ausufernder Managergehälter diskutiert - in den USA hingegen darf sich der Chef der Ketchup-Firma H.J. Heinz auf eines der dicksten Abfindungspakete aller Zeiten freuen. William Johnson könnte mit 213 Millionen Dollar nach Hause gehen, wenn die Übernahme seines Unternehmens wie geplant stattfindet und er seinen Job loswerden sollte.

Die Details des "goldenen Handschlags" veröffentlichte Heinz in einer Börsenmitteilung. Zu dem eigentlichen Abfindungspaket von 56 Millionen Dollar - was in den USA ganz offiziell "goldener Fallschirm" heißt -, wird zeitlich verzögert ein Gehalt über 57 Millionen Dollar gezahlt. Außerdem hatte Johnson während seiner Laufbahn Aktien beziehungsweise Aktienoptionen im Wert von 100 Millionen Dollar erhalten. Auch anderen Heinz-Spitzenmanagern winken Millionen.

Ein Heinz-Sprecher begründete das Abschiedsgeschenk mit den "Milliarden an Werten für die Anteilseigner", die Johnson in seinen 15 Jahren an der Spitze des Lebensmittel-Multis geschaffen habe. Nach einer Aufstellung der Analysefirma Governance Metrics International aus dem vergangenen Jahr gab es in den USA bislang nur sechs Firmenchefs, die mit mehr Geld ausgeschieden sind. An der Spitze der Rangliste steht der legendäre General-Electric-Lenker Jack Welch mit 417 Millionen Dollar.

Starinvestor Warren Buffett und der Finanzinvestor 3G Capital hatten Mitte Februar verkündet, dass sie H.J. Heinz für 23 Milliarden Dollar schlucken wollen. Rechnet man die Schulden der Ketchup-Firma hinzu, ist das Geschäft sogar 28 Milliarden Dollar schwer. Einen üblen Beigeschmack hatte die Übernahme durch den Verdacht des Insiderhandels durch unbekannte Anleger bekommen. Die US-Börsenaufsicht SEC und die Bundespolizei FBI ermitteln.

Quelle: n-tv.de

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