Wirtschaft
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"Egal, wo meine Leute arbeiten": Henkel-Chef hält nichts von Büro-Pflicht

Die Präsenzkultur sterbe aus, sagt Henkel-Boss Rorsted und unterstützt diese Entwicklung. Nicht die Anwesenheit seiner Mitarbeiter im Büro sei wichtig, sondern deren Leistung.

Henkel-Chef Kasper Rorsted kann der Anwesenheitspflicht im Büro nicht viel abgewinnen. "Mir ist egal, wo meine Leute arbeiten, Hauptsache die Leistung stimmt", sagte der dänische Manager der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Von ihm aus könnten seine Mitarbeiter auch "zwischendurch ins Fitness-Studio gehen und mir hinterher die Finanzanalyse schicken".

Die Präsenzkultur werde aussterben, sagte Rorsted. Die Anwesenheit am Arbeitsplatz sei keine Qualifikation und kein Leistungsausweis. Die Digitalisierung werde das endgültig beenden.

Er selbst sei "dieses Jahr 200 Tage unterwegs, immer allein, nur mit Koffer und Smartphone", sagte der Chef des Dax-Konzerns. Generell wollten junge Leute freier entscheiden, wann und wo sie arbeiten. "Als ich neulich eine 27-jährige Frau eingestellt habe, hat die gesagt, ich arbeite gerne zehn Stunden oder auch mal mehr", so Rorsted. Sie wolle aber entscheiden können, wo sie dabei zu bestimmten Zeiten sitze.

Für Henkel arbeiten rund 50.000 Menschen. Die bekanntesten Marken sind Persil, Schwarzkopf und Pritt.

Für das laufende Geschäftsjahr verspricht der Henkel-Chef den Aktionären neue Höchstwerte. "2015 werden wir ein neues Rekordjahr hinlegen, so viel kann man heute schon sagen", sagte Rorsted: "Wir wachsen im Umsatz um zehn Prozent, im Ergebnis noch um mehr."

Quelle: n-tv.de

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