Wirtschaft
Weltweit persilsaubere Wäsche ist der Traum von Henkel.
Weltweit persilsaubere Wäsche ist der Traum von Henkel.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Aber nicht in Europa: Henkel will wachsen

Der Euro-Raum wird sich in absehbarer Zeit nicht erholen. Davon ist man bei Henkel überzeugt und sucht daher sein Glück woanders: In Nordamerika und Asien will der Konsumgüterkonzern kräftig wachsen. Dann klappt es auch mit der Prognose für 2013.

Der Konsumgüterkonzern Henkel will der wirtschaftlichen Krise in Europa durch Wachstum in anderen Regionen begegnen und so seine Ziele 2013 erreichen. "Wir erwarten im Euroraum im laufenden Jahr eher eine weitere Verschärfung als eine Besserung der Lage", sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted laut Redetext bei der Hauptversammlung in Düsseldorf. Auch entwickelte sich zu Jahresbeginn eine Reihe von Industriebranchen schwächer als erwartet, räumte er ein. Wachstum erwarte Henkel indes in Nordamerika und Asien. "Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen bekräftigen wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr", unterstrich Rorsted.

2013 will der Henkel-Chef den organischen Umsatz um drei bis fünf Prozent steigern. Die bereinigte Ebit-Marge soll auf "etwa 14,5 Prozent" klettern, das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie um etwa zehn Prozent zulegen. Noch im Vorjahr hatte der Hersteller von Pritt und Persil dank florierender Geschäfte in Wachstumsregionen und seines Sparprogramms Umsatz, Ergebnis und Dividende auf Rekordwerte geschraubt.

Bis 2016 solle der Umsatz auf 20 Mrd. Euro zulegen, unterstrich Rorsted - 2012 hatte der Traditionskonzern Erlöse von rund 16,5 Mrd. Euro eingefahren. Mit dem Erfolg der vergangenen vier Jahre und dem Rekordergebnis 2012 habe Henkel "das Fundament für die nächsten vier Jahre bis 2016 gelegt". Dabei will Henkel auch profitabler arbeiten: Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll jährlich um zehn Prozent steigen. "Mögliche Zukäufe" seien in der Henkel-Strategie vorgesehen, bekräftigte der Manager.

Henkel hatte im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielt. Der Nettogewinn war um rund 30 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro gestiegen. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich bereinigt um 15 Prozent auf rund 2,3 Mrd. Euro. Und auch das bereits 2008 gesetzte Renditeziel erreichte Henkel: Die bereinigte EBIT-Marge stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent. Die Aktionäre erhalten eine kräftige Dividendenerhöhung von 15 Cents auf 95 Cents je Vorzugsaktie. Stammaktionäre erhalten mit 93 Cents ebenfalls 15 Cents mehr.

Quelle: n-tv.de

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