Sonntag, 29. November 2009
Neue Kaufinteressenten: Hoffnung für Saab?
Für den maroden Autobauer Saab scheinen sich zwei Interessenten gefunden zu haben. Laut Medienberichten handelt es sich dabei um Finanzinvestoren. Kommende Woche will der Verwaltungsrat von General Motors über das Schicksal der Schweden entscheiden.Für den vom Aus bedrohten schwedischen Autobauer Saab gibt es laut einem Zeitungsbericht neue Interessenten. Saab habe in den vergangenen Tagen Gespräche mit zwei US-Finanzinvestoren geführt, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Nachdem der designierte Saab-Käufer, der schwedische Sportwagen-Spezialist Koenigsegg, vor einigen Tagen abgesprungen war, droht Saab das Ende. Der Verwaltungsrat des Mutterkonzerns GM will am kommenden Dienstag über die Zukunft von Saab beraten.
Mindestens einer der beiden Finanzinvestoren sei bereit, mit dem chinesischen Autobauer BAIC zusammenzuarbeiten, der bei dem gescheiterten Koenigsegg-Deal die Finanzierung beisteuern wollte, heißt es.
Saab arbeitet an Zukunftskonzept
Das Saab-Management arbeite unter Hochdruck daran, für den GM-Verwaltungsrat ein Zukunftskonzept zu erstellen. Das 13-köpfige Führungsgremium entscheidet in letzter Instanz über die Zukunft des schwedischen Autobauers. Es dürfte sich weitgehend auf die Meinung von Konzernchef Fritz Henderson zu Saab verlassen, schrieb das "Wall Street Journal". Henderson hatte sich bisher für eine Trennung von Saab ausgesprochen. Allerdings hatte der Verwaltungsrat bereits auf spektakuläre Weise gegen die Vorschläge des Vorstandes entschieden, als er den Opel-Verkauf rückgängig gemacht hatte.
Die beiden US-Finanzinvestoren - Merbanco und Renco Group - machten ein Engagement bei Saab von der Bewilligung des 600-Millionen-Dollar-Kredits der Europäischen Investitionsbank (EIB) durch die EU-Kommission abhängig, berichtete die Zeitung.
Bei der Sanierung von GM durch eine Schnell-Insolvenz im Sommer war eine deutliche Verkleinerung des Autokonzerns beschlossen worden. Die US-Marken Pontiac und Saturn stehen vor der Einstellung, die Hummer-Geländewagen werden an ein chinesisches Unternehmen verkauft.
mme/dpa
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