Wirtschaft
"Es gibt immer was zu tun": Hornbach will "mit Augenmaß wachsen".
"Es gibt immer was zu tun": Hornbach will "mit Augenmaß wachsen".(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Mehr Gewinn, höhere Dividende: Hornbach zehrt von Praktiker-Pleite

Der milde Winter und das Praktiker-Aus bescheren Hornbach ein Umsatz- und Gewinnplus. Neue Filialen sollen dafür sorgen, dass das Wachstum "mit Augenmaß" anhält.

Des einen Leid ist des anderen Freud: Die Praktiker-Pleite beschert dem Baumarktkonzern Hornbach einen Gewinnsprung. Im Ende Februar zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2013/2014 verdiente das Unternehmen unterm Strich 86,2 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte die Hornbach Holding AG mit. Der Umsatz stieg um 4,3 Prozent auf rund 3,37 Milliarden Euro.

Nach dem Aus der Praktiker-Gruppe habe Hornbach von einer Umsatzumverteilung in der Branche profitiert, hieß es. Von den rund 300 Praktiker- und Max Bahr-Baumärkten, die geschlossen wurden, habe die Hornbach-Gruppe sechs Standorte übernommen: in Kamen, Lüneburg, Saarbrücken, Schwabach, Trier und Ulm.

Weitere Neueröffnungen geplant

"Wir werden auch weiterhin beständig und mit Augenmaß wachsen", teilte der Konzern mit. Für das laufende Jahr seien bis zu neun Neueröffnungen und Investitionen zwischen 130 Millionen und 160 Millionen Euro geplant.

Hornbach hat derzeit 143 Filialen, davon 93 in Deutschland. Der Vorstand erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus im "mittleren einstelligen Prozentbereich" und ein dazu überproportional wachsendes Betriebsergebnis (Ebit). 2013/2014 wuchs das Ebit um zehn Prozent auf 160,4 Millionen Euro.

Dividende erhöht

Hornbach profitierte auch von dem milden Winter. Bei dem nach eigenen Angaben drittgrößten deutschen Baumarktbetreiber arbeiteten zuletzt rund 15.700 Beschäftigte, 800 mehr als vor gut einem Jahr zuvor.

Wegen guter Geschäfte will die Kette mit Sitz im pfälzischen Neustadt die Dividende bei der Hornbach Holding AG und bei der Hornbach Baumarkt AG um je rund 20 Prozent erhöhen.

Quelle: n-tv.de

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