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Gewinnziel nicht zu halten: Hugo Boss setzt auf Retailgeschäft

Hugo Boss muss sein mittelfristiges Gewinnziel nach hinten verschieben. Der Modekonzern setzt auf die eigenen Geschäfte. Die Gewichte verschieben sich immer mehr weg vom Großhandel.

Der Modekonzern Hugo Boss muss sein mittelfristiges Margenziel wegen Investitionen in das Geschäftsnetz verschieben. Der angestrebte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 25 Prozent werde erst nach 2015 erreicht, teilte das MDax-Unternehmen im Rahmen des Investorentages in Hongkong mit. Die Umsatzprognose von 3 Milliarden Euro für 2015 steht aber nach wie vor.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Hugo Boss ein Umsatzplus von 14 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda stieg um 13 Prozent auf 529 auf Millionen Euro, die bereinigte Ebitda-Marge lag bei 22,6 Prozent.

Maue China-Geschäfte

Erstmals seit drei Jahren wird die Luxusgüterbranche in diesem Jahr nicht zweistellig wachsen. Die Beraterfirma Bain & Co schätzt das Umsatzplus global auf zwei Prozent auf 217 Milliarden US-Dollar ein. Dies liegt vor allem an der nachlassenden Dynamik Chinas.

Viele Luxusgüterkonzerne klagten in ihren jüngsten Quartalberichten über maue Geschäfte in der Volksrepublik. Hugo Boss ist dennoch optimistisch. Für 2013 erwartet das Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten operativen Ergebnis ein Wachstum von sechs bis acht Prozent.

Hugo Boss setzt derzeit stark auf einen weiteren Ausbau der eigenen Geschäfte. Dadurch verschieben sich die Gewichte immer mehr weg vom Großhandel. Ende des Jahres soll der Umsatzanteil des Retailgeschäfts bei über 50 Prozent liegen - noch sind beide Bereiche gleich stark.

Quelle: n-tv.de

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