Wirtschaft

Krise überstandenHugo Boss verlässt das Tal

02.11.2010, 11:46 Uhr

Das dritte Quartal ist für Hugo Boss ein gutes. Das Modeunternehmen macht bei Umsatz und Gewinn einen kräftigen Satz nach vorn.

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Claus-Dietrich Lahrs (Foto: picture alliance / dpa)

Der Modekonzern Hugo Boss hat die Wirtschaftskrise nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung zwischen Juli und September endgültig abgehakt. "Unser Wachstum im dritten Quartal hat ein breites Fundament: Alle Regionen, Vertriebskanäle und Marken haben dazu beigetragen", sagte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs in Metzingen.

Das Unternehmen sei auf dem richtigen Kurs, um die Erlöse wie geplant von zuletzt 1,56 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 zu steigern. Im dritten Quartal lagen die Umsätze mit 538,0 Millionen Euro um 19 Prozent über dem Vorjahresniveau, der Gewinn kletterte um 79 Prozent auf 92,2 Millionen.

Vor allem vom Ausbau des eigenen Einzelhandels erwartet Hugo Boss weiterhin gute Geschäfte. Während der Umsatz mit dem Großhandel von Januar bis September 2010 um fünf Prozent sank, legten die eigenen Läden und der konzerneigene Online-Handel um 32 Prozent zu. Damit erwirtschaftet der Modehersteller inzwischen 35 Prozent seiner Erlöse im eigenen Einzelhandel. Bis 2015 soll der Anteil auf knapp 50 Prozent steigen. Die vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Gruppe beschäftigt derzeit rund 9600 Mitarbeiter.

Tom Tailor expandiert

Das Modeunternehmen Tom Tailor hat mit der slowenischen Sportina Bled Gemeinschaftsunternehmen gegründet, an dem die Hamburger 51 Prozent halten. Damit will Tom Tailor Holding seine Retail-Expansion in Südosteuropa vorantreiben.

Damit besitzt Tom Tailor per Ende Oktober 2010 nun 147 eigene Retail-Stores, was einem Anstieg von 51 Geschäften innerhalb von vier Monaten entspricht. Unter Ausweis von Anteilen Konzernfremder wird das Gemeinschaftsunternehmen zu 100 Prozent in den Tom-Tailor-Konzern integriert.

Quelle: dpa/DJ