Wirtschaft
Karstadt soll sich gesund schrumpfen.
Karstadt soll sich gesund schrumpfen.(Foto: picture alliance / dpa)

Vor Sozialplan-Gesprächen: Hunderte Karstadt-Mitarbeiter bangen

Der neue Eigentümer Benko will die Warenhauskette Karstadt mit Hilfe von Personalabbau und Filialschließungen sanieren. Der Betriebsrat fordert für die Betroffenen eine Transfergesellschaft. Verdi ist gegen Stellenstreichungen.

Der Betriebsratschef der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt, Hellmuth Patzelt, fordert eine Auffanggesellschaft für gekündigte Beschäftigte. "Wir streben eine Transfergesellschaft an", sagte er den "Ruhr Nachrichten".

Anfang Januar sollen die Verhandlungen über einen möglichen Interessenausgleich und Sozialplan für 330 vom geplanten Stellenabbau betroffene Karstadt-Mitarbeiter beginnen. Das Unternehmen gab dazu noch keine Stellungnahme ab.

Im Zuge der Sanierung will Karstadt unter seinem neuen Eigentümer René Benko im kommenden Jahr sechs Filialen schließen. Außerdem fordert die Konzernführung von den Beschäftigten finanzielle Opfer beim Weihnachts- und Urlaubsgeld. Beides stößt auf Widerstand der Gewerkschaft Verdi.

Diese hatte bereits davor gewarnt, das Unternehmen mit einem weiteren Personalabbau sanieren zu wollen. "Noch mehr Beschäftigte einzusparen, untergräbt das Warenhaus der Zukunft. Beschäftigungs- und Standortsicherung stehen deswegen für uns an erster Stelle", sagte das für Handel zuständige Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Wenn Karstadt die Stärke des stationären Handels wie Service und gute Beratung ausspielen wolle, brauche das Unternehmen auf der Fläche genügend Personal. Zudem müsse ein Zukunftstarifvertrag absichern, dass die Auslagerung von Flächen in den Warenhäusern an sogenannte Fremdanbieter auf ein geringes Maß begrenzt werde, forderte Nutzenberger.

Quelle: n-tv.de

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