Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Zwei Prozent Lohnplus weltweit: ILO lobt deutschen Mindestlohn

Deutschland ist eines der Industrieländer mit einem vergleichsweise langsamen Lohnzuwachs. Umso erfreulicher ist für die Internationale Arbeitsorganisation die Einführung des Mindestlohns. Sorgen bereitet den Experten die schlechte Bezahlung von Frauen.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) warnt vor negativen wirtschaftlichen Folgen eines nur schwachen Lohnzuwachses. Zugleich begrüßte die UN-Sonderorganisation in ihrem Jahresbericht zur globalen Einkommensentwicklung den künftigen Mindestlohn in Deutschland.

Die Bundesrepublik gehöre zu den Industrieländern, in denen die Löhne hinter der Arbeitsproduktivität zurückgeblieben seien, heißt es. Folgen seien eine langsame Entwicklung der Nachfrage und ein steigendes Deflationsrisiko, erklärte die Vize-Generaldirektorin der ILO, Sandra Polaski.

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Weltweit habe das Lohnwachstum 2013 nur zwei Prozent betragen. Der größte Teil des Zuwachses entfalle dabei auf die aufstrebenden Volkswirtschaften. "In der Gruppe der Industrieländer hat sich das Lohnwachstum in den letzten zwei Jahren fast auf null verlangsamt", sagte Polaski.

Gehaltslücke bei Frauen in USA und Russland groß

Angesichts dessen sei der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland ab 2015 zu begrüßen. Mindestlöhne könnten helfen, durch eine Steigerung der Kaufkraft Wachstumskräfte freizusetzen. Öffentliche Haushalte würden zugunsten von Investitionen entlastet.

Zugleich verwies die Organisation darauf, dass Frauen in vielen Ländern weiter deutlich weniger Geld verdienten als Männer, obwohl sie gleich oder besser qualifiziert seien. Dem weltweiten Einkommensbericht zufolge gab es in allen 38 untersuchten Ländern einen Gehaltsunterschied zulasten der Frauen.

Quelle: n-tv.de

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