Wirtschaft
Ausblick vom Rockefeller Center auf New York.
Ausblick vom Rockefeller Center auf New York.(Foto: picture alliance / dpa)

Globale Wirtschaftslage bleibt fragil: IWF bessert Prognosen nach

Hinsichtlich der Weltwirtschaftslage sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) etwas mehr Licht, bleibt aber dennoch vorsichtig. Der IWF geht mit seinen Wachstumsprognosen leicht hoch. Für Deutschland prognostiziert der Fonds in diesem Jahr ein leichtes Wachstum. Für die Eurozone insgesamt wird ein leichtes Minus erwartet.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und Deutschland leicht angehoben, sieht die Krise aber noch nicht gebannt. Der Fonds rechnet nach seinem neuen Ausblick mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent in diesem und 4,1 Prozent im nächsten Jahr. Im Januar war der IWF noch von 3,3 beziehungsweise 4,0 Prozent ausgegangen.

Für die Eurozone wird 2012 weiter eine milde Rezession erwartet. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung werde mit 0,3 Prozent aber um knapp die Hälfte unter dem bislang erwarteten Wert liegen. 2012 werde die Euro-Wirtschaft dann mit 0,9 Prozent minimal stärker zulegen als zu Jahresbeginn erwartet.

Für rechnet der IWF 2012 mit einem Wachstum von 0,6 Prozent, doppelt so viel wie noch im Januar geschätzt. Für 2013 wird unverändert ein Plus von 1,5 Prozent vorhergesagt. Besser fallen auch die IWF-Prognosen für und Italien für das kommende Jahr aus - die Euro-Länder, die zuletzt an den Märkten unter Druck standen. Für Spanien rechnet der Fonds nun für 2012 zwar noch mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent. Für 2013 sieht der IWF Spanien aber inzwischen bereits wieder mit 0,1 Prozent im Plus, nachdem bislang noch ein Minus von 0,3 Prozent angesetzt war. Für Italien wird in diesem Jahr ein Minus von 1,9 Prozent und im nächsten von 0,3 Prozent geschätzt. Bislang lautete die Prognose minus 2,2 Prozent beziehungsweise minus 0,6 Prozent.

Sparen allein reicht nicht

"Und dennoch, die jüngsten Verbesserungen bleiben sehr fragil", warnte der IWF. Die größten Risiken seien, dass sich die Euro-Staatsschuldenkrise erneut zuspitzen könnte und geopolitische Unsicherheiten den Ölpreis weiter nach oben treiben. Auch die hohen Etatdefizite in den USA und Japan seien Risiken für die Finanz- und Devisenmärkte.

Der IWF plädierte dafür, bei aller Konsolidierung das Wachstum nicht zu stark abzubremsen und forderte Länder mit finanzpolitischen Spielräumen auf, sie für Wachstumsimpulse zu nutzen. "Sparen allein kann die Wirtschaftsprobleme in den wichtigsten Industrieländern nicht lösen", warnte der Fonds.

In der Eurozone sieht er angesichts niedriger Teuerungsraten Raum für weitere geldpolitische Lockerungen und plädiert für eine Fortführung der unkonventionellen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Marktversorgung mit Liquidität.

Quelle: n-tv.de

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