Wirtschaft
Bunte Vorzeichen des Wandels: Die Skylline von Shanghai.
Bunte Vorzeichen des Wandels: Die Skylline von Shanghai.(Foto: picture alliance / dpa)

Düstere Aussichten für Russland: IWF schraubt die Prognosen runter

Das sieht nicht gut aus: Die erlahmende Dynamik in China, die Ölpreise und die Schwächen Europas lassen die Vorhersagen zur Entwicklung der Weltwirtschaft hinfällig werden. Die IWF-Ökonomen müssen ihre Schätzungen kräftig korrigieren.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft gesenkt. Die Konjunkturexperten des IWF erklärten, in diesem Jahr sei mit einem globalen Wachstum in Höhe von 3,5 Prozent zu rechnen. Im kommenden Jahr dürfte die Weltkonjunktur leicht anziehen und die Wachstumsrate 3,7 Prozent erreichen.

Beide Eckdaten markieren einen deutlich abgeschwächten Ausblick: Die prognostizierten Wachstumsraten für 2015 und 2016 liegen jeweils 0,3 Prozentpunkte unter den Erwartungen aus dem vergangenen Oktober. Zwar sei der gefallene Ölpreis von Vorteil, hieß es beim Währungsfonds, allerdings wirkten sich andere Faktoren - wie etwa insgesamt verringerte Investitionen - negativ aus.

Mageres Wachstum in Europa

Für die Eurozone sagt der IWF für 2015 ein Wachstum in Höhe von 1,2 Prozent voraus, das sind 0,2 Punkte weniger als zuvor prognostiziert. Auch bei China zeigte sich der Währungsfonds pessimistischer. Die chinesische Wirtschaft dürfte demnach in diesem Jahr nur noch um 6,8 Prozent wachsen (minus 0,3 Prozentpunkte) - das wäre das schwächste Wachstum seit 1990.

Probleme in China

Dass die IWF-Experten mit ihren Einschätzungen zu China zumindest im Trend liegen, belegen die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Peking: Im zurückliegenden Jahr ist das Wirtschaftswachstum damit etwas schwächer ausgefallen als von den Wirtschaftslenkern der Kommunistischen Partei beabsichtigt. Die Wachstumsrate lag offiziellen Angaben im Jahr 2014 bei 7,4 Prozent - 0,1 Prozent unter dem Zielwert der Parteispitze. Es ist das schwächste Wirtschaftswachstum seit 24 Jahren.

Rezession in Russland

Für Russland zeichnet der IWF ein sehr viel düstereres Bild: Das Land bekommt die rapide gesunkenen Weltmarktpreise für Rohöl massiv zu spüren. Dazu kommen Negativeffekte wie etwa die internationalen Wirtschaftssanktionen wegen des Ukraine-Konflikts. Der IWF geht davon aus, dass die russische Wirtschaft in diesem Jahr um volle 3 Prozent einbricht.

Quelle: n-tv.de

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