Mittwoch, 07. Oktober 2009
Schulterklopfen in Istanbul: IWF und Weltbank zufrieden
Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank haben ihre Jahrestagung in der türkischen Metropole Istanbul abgeschlossen.
IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn mit Weltbank-Präsident Robert Zoellick.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
In einer Abschlussrede betonte der vietnamesische Tagungsleiter Nguyen van Giau, beide Institutionen hätten eng zusammengearbeitet, um die Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit mehr als 60 Jahren zu bekämpfen. Vor dem Istanbuler Tagungszentrum brachen unterdessen erneut Krawalle aus.
IWF und Weltbank hatten bei ihrer zweitägigen Sitzung betont, die Weltwirtschaft befinde sich zwar auf dem Weg aus der Krise, doch sei der Aufschwung noch zu schwach, um sich selbst zu tragen. Beide Institutionen verpflichteten sich, die Mitspracherechte aufstrebender Schwellenländer zu stärken. Zugleich forderten sie von den 186 Mitgliedsländern mehr Macht und mehr Geld, um insbesondere armen Ländern zu helfen, die Folgen der Krise zu meistern.
Wie bereits am Dienstag versuchten militante IWF-Gegner wieder, zum stark abgesicherten Tagungszentrum vorzudringen. Die Polizei setzte erneut Tränengas und Wasserwerfer ein. Nach einer Meldung der Online-Ausgabe der Zeitung "Hürriyet" gaben einige Polizeibeamte zudem Warnschüsse in die Luft ab. Etwa 30 Demonstranten wurden bis zum Mittag festgenommen. Am Dienstag waren knapp 80 Menschen nach Straßenkrawallen in Gewahrsam genommen worden.
AFP
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